Union Berlin vor Bremen-Spiel mit ungelöster Offensivfrage
Der 1. FC Union Berlin geht mit deutlichen Fragezeichen im Angriff in das wichtige Heimspiel gegen Werder Bremen am Sonntag (17.30 Uhr, DAZN). Zehn Spieltage vor Saisonende befinden sich die Berliner auf dem zehnten Tabellenplatz, während Werder Bremen aktuell den Relegationsplatz belegt. Das Hinspiel im Weserstadion hatte Union mit 0:1 verloren.
Baumgart sucht nach dem regelmäßigen Torschützen
Trainer Steffen Baumgart (54) äußert sich deutlich zu den Offensivproblemen seines Teams: „Wir haben noch nicht den gefunden, der regelmäßig trifft.“ Weder Oliver Burke (28) noch Andrej Ilić (25) konnten bislang die erhoffte Konstanz im Abschlussverhalten zeigen. Ilić kehrt nach einer Gelbsperre zurück, doch eine Garantie für die Startelf gibt es laut Baumgart nicht: „Wir haben auch ohne ihn schon Spiele gewonnen.“
Gleichzeitig betont der Trainer, dass auch ein gemeinsamer Einsatz beider Stürmer möglich sei. Nach der enttäuschenden Leistung beim 0:1 gegen Borussia Mönchengladbach gab es eine klare Ansprache an die Mannschaft: „In Gladbach haben wir einiges nicht gut gemacht. Und die Sachen müssen wir gegen Bremen besser machen.“
Stimmung stabil, aber Intensität muss steigen
Die Stimmung im Team beschreibt Baumgart als stabil. Das sonnige Berliner Wetter und gute Trainingsbedingungen geben Anlass zur Hoffnung. Doch der Trainer fordert mehr: „Wir müssen eine andere Intensität gegen Bremen bringen, aber nicht nur reden, sondern machen.“
Auf der Verletztenliste stehen weiterhin Rothe, Skov und Leite. Eine positive Nachricht gibt es mit Josip Juranovic, der wieder voll trainiert und im Kader stehen wird.
Klassenerhalt bleibt das einzige Ziel
Zehn Spieltage vor Saisonende ist die Lage für Union Berlin klar umrissen. Der Vorsprung auf die Abstiegsplätze ist vorhanden, bietet aber kein Ruhekissen. Baumgart richtet seinen Blick bewusst nach unten: „Mein Blick ist immer nach unten gerichtet. Der Klassenerhalt ist das Ziel, was wir erreichen wollen.“
Europa spielt für die Berliner keine Rolle mehr – es geht ausschließlich um den Verbleib in der Bundesliga. Werder Bremen kommt selbstbewusst nach einem 2:0-Heimsieg gegen Heidenheim an die Alte Försterei und stellt Union vor eine schwierige Aufgabe.



