Bayer Leverkusen erreicht mit Mühe das Achtelfinale der Champions League
Bayer Leverkusen hat sein Polster aus dem Hinspiel mit Mühe ins Ziel gerettet und glanzlos das Achtelfinale der Champions League erreicht. Eine Woche nach dem 2:0-Erfolg sicherte sich die wankelmütige Werkself durch ein 0:0 im Rückspiel gegen Olympiakos Piräus zwei weitere Highlight-Partien in der Königsklasse. Allerdings droht nun eine "bayerische Woche" mit möglichen drei Duellen gegen den FC Bayern München innerhalb kurzer Zeit.
Dürftiger Auftritt gegen engagierte Griechen
Der deutsche Vizemeister blieb im zweiten Duell mit Piräus lange zu harmlos und leistete sich einige defensive Wackler. Weil die engagierten Gäste aus Griechenland aber nur selten zu gefährlichen Abschlüssen kamen, geriet das Weiterkommen nicht ernsthaft in Gefahr. Wie schon im Vorjahr steht Bayer Leverkusen in Europa unter den besten 16 Mannschaften, die Auslosung findet am Freitag im schweizerischen Nyon statt.
Trainer Kasper Hjulmand hatte im Vorfeld die Sinne seiner Profis geschärft und betont: "Wir müssen unsere beste Leistung zeigen." Vom geforderten "proaktiven Fußball" war allerdings nur zu Beginn etwas zu sehen, als Patrik Schick mit einem Kopfball knapp das Tor verfehlte und sein Lupfer zu kurz geriet.
Bayern-Viererpack droht im März
Im Achtelfinale der Champions League (10./11. und 17./18. März) trifft die Werkself entweder auf die Münchner oder den FC Arsenal aus London. Damit drohen Bayer Leverkusen gleich drei Partien gegen den deutschen Rekordmeister im März binnen einer Woche. Zum Bundesliga-Duell am 15. März käme gegebenenfalls noch das Pokal-Halbfinale gegen den FC Bayern im April hinzu.
Die Leverkusener zeigten gegen Olympiakos Piräus:
- Einen dürftigen offensiven Auftritt
- Defensive Unsicherheiten
- Wenige Torchancen trotz Ballbesitz
Zu allem Überfluss musste nach dem Seitenwechsel Ibrahim Maza angeschlagt vom Feld. Der eingewechselte Ernest Poku setzte zwar Alejandro Grimaldo in Szene, doch der Spanier traf bei einem der wenigen Bayer-Abschlüsse nur die Latte. Die Passivität der Leverkusener verlieh den Gästen, die sich in der Ligaphase zu Hause mit 2:0 gegen Hjulmands Team durchgesetzt hatten, spürbar Auftrieb.
Schwerstarbeit in der Schlussphase
Bayer Leverkusen hatte in der Schlussphase teilweise Schwerstarbeit in der Defensive zu verrichten, konnte den knappen Vorsprung aus dem Hinspiel aber über die Zeit retten. Der Auftritt erinnerte dabei deutlich an die unerwartete Ligapleite bei Union Berlin (0:1) am vergangenen Wochenende, obwohl Hjulmand fast genau jener Startelf vertraute, die in der Vorwoche bei Olympiakos überzeugt hatte.
Nun blickt die Werkself gespannt auf die Auslosung am Freitag, die über das weitere Schicksal in der Champions League entscheiden wird. Ein Wiedersehen mit Bayern München wäre für die Leverkusener sowohl Chance als auch große Herausforderung zugleich.



