Bayer Leverkusens Königsklassen-Traum in London geplatzt
Trotz herausragender Leistungen von Torhüter Janis Blaswich ist der Traum von Bayer Leverkusen vom ersten Champions-League-Viertelfinale seit 24 Jahren geplatzt. Die Werkself unterlag im Achtelfinal-Rückspiel beim englischen Spitzenreiter FC Arsenal mit 0:2 (0:1) und schied damit aus dem europäischen Wettbewerb aus. Aus deutscher Sicht verbleibt nun nur noch der FC Bayern München in der Königsklasse.
Blaswich hält Leverkusen lange im Spiel
Der Leverkusener Torhüter Janis Blaswich zeigte eine überragende Leistung und hielt seine Mannschaft lange im Spiel. Bereits in der ersten Halbzeit entschärfte er mehrere gefährliche Chancen der Londoner, darunter Schüsse von Leandro Trossard, Declan Rice und Bukayo Saka. Besonders beeindruckend waren seine Reflexe bei einem Trossard-Schuss in der 29. Minute sowie zwei schnelle Paraden in einer turbulenten Szene im Bayer-Strafraum nur drei Minuten später.
„Wir fahren dorthin, um eine Runde weiterzukommen. Sonst brauchen wir gar nicht erst anzureisen“, hatte Bayer-Kapitän Robert Andrich vor dem Spiel angekündigt. Tatsächlich durfte die Werkself bis tief in die erste Halbzeit hinein auf den Coup hoffen, dank der herausragenden Leistungen ihres Schlussmanns.
Arsenal zeigt sich von seiner starken Seite
Die Gunners präsentierten sich nach ihrem müden Auftritt im Hinspiel in Leverkusen, das mit 1:1 endete, dieses Mal von ihrer besseren Seite. Die Londoner drängten Bayer bis an den eigenen Strafraum zurück und kamen dank ihrer Stärken bei Standardsituationen immer wieder zu Abschlüssen. Die Leverkusener hingegen gaben die Bälle zu schnell her und konnten kaum für Entlastung sorgen.
Der Durchbruch gelang Arsenal in der 36. Minute durch Eberechi Eze, den 70-Millionen-Euro-Einkauf von Crystal Palace. Bei dessen fulminantem Schuss war der 34-jährige Blaswich, der eigentlich nur Stellvertreter des verletzten Stammtorhüters Mark Flekken ist, chancenlos.
Keine Durchschlagskraft bei der Werkself
Im zweiten Durchgang wurde Bayer Leverkusen etwas mutiger, doch es fehlte die nötige Durchschlagskraft im Angriff. Stattdessen erhöhte Arsenal in der 63. Minute auf 2:0, als Declan Rice von der Strafraumgrenze mit einem platzierten Schuss traf, nachdem die Leverkusener den Ball in der Defensive nicht richtig klären konnten.
Leverkusens Trainer Kasper Hjulmand brachte mit Torjäger Patrik Schick seine letzte Trumpfkarte, doch ohne Erfolg. Auf der Gegenseite landete der Ball zwar noch einmal im Netz, doch Kai Havertz, der in der 69. Minute zu seinem 100. Auftritt im Arsenal-Trikot kam, hatte dabei die Hand am Ball, sodass der Treffer nicht zählte.
Ausblick für beide Mannschaften
Für Bayer Leverkusen bleibt damit nur noch eine Titelchance in dieser Saison: Im DFB-Pokal geht es im Halbfinale gegen den FC Bayern München. Arsenal London kann indes bereits am Sonntag im Ligapokal-Finale gegen Manchester City den ersten Titel dieser Saison gewinnen. Die Gunners treffen im Champions-League-Viertelfinale auf Sporting Lissabon.
Bayer Leverkusen muss weiter auf das erste Viertelfinale seit 2002 warten, als Michael Ballack und seine Mannschaftskollegen damals sogar bis ins Finale der Champions League gestürmt waren. Die Europa-Reise der Werkself endet damit vorzeitig in der englischen Hauptstadt.



