Bayer Leverkusen triumphiert im griechischen Hexenkessel
Im lauten Karaiskakis-Stadion von Piräus hat Bayer Leverkusen einen wichtigen Schritt in Richtung Champions-League-Achtelfinale gemacht. Die Werkself gewann das Playoff-Hinspiel beim griechischen Meister Olympiakos Piräus mit 2:0 und revanchierte sich damit für die 0:2-Niederlage in der Ligaphase vor vier Wochen an gleicher Stelle.
Schicks Doppelschlag entscheidet das Spiel
Patrik Schick wurde zum Matchwinner für die Leverkusener. In der 60. Minute erzielte der tschechische Stürmer nach einer Balleroberung in der eigenen Hälfte und einem präzisen Pass von Ernest Poku das 1:0. Nur drei Minuten später köpfte Schick eine Ecke von Alejandro Grimaldo zum 2:0 ein und ließ das ohrenbetäubend laute Stadion in der griechischen Hafenstadt verstummen. Mit seinem ersten Treffer schoss Schick zudem das 200. Champions-League-Tor für Bayer Leverkusen.
Vor den Augen von UEFA-Präsident Aleksander Čeferin zeigte Bayer eine reife Leistung in einer extrem schwierigen Atmosphäre. Nach dem Seitenwechsel übernahm zunächst wieder Piräus das Kommando, doch die Werkself blieb geduldig und schlug eiskalt zu. In der nun deutlich ruhigeren Atmosphäre waren zeitweise sogar die 500 mitgereisten Bayer-Fans zu hören.
Aggressive Startphase und VAR-Entscheidung
Die Hausherren suchten früh den Weg nach vorn und setzten Leverkusen unter Druck. In den ersten zehn Minuten kam Bayer kaum aus der eigenen Hälfte und wirkte im Ballbesitz - jedes Mal begleitet von einem ohrenbetäubenden Pfeifkonzert der griechischen Fans - zögernd. Nach überstandener Druckphase fand die Werkself aber zunehmend besser ins Spiel und übernahm mehr Kontrolle.
Kurz vor der Pause schockte dann Piräus' Top-Torjäger Ayoub El Kaabi Leverkusen, als er einen fahrig verteidigten Freistoß mit dem Kopf ins Tor verlängerte. Doch nach VAR-Überprüfung wurde der Treffer zurückgenommen, da Medhi Taremi den Ball im Abseits stehend noch leicht berührt hatte. Auch in der achtminütigen Nachspielzeit blieben die Gastgeber gefährlich vor dem Tor.
Torhüterleistungen und Verletzungsdrama
Auf beiden Seiten zeigten die Torhüter starke Paraden. Bayer-Keeper Janis Blaswich parierte einen Distanzschuss von Gelson Martins in der 25. Minute, während Piräus-Keeper Konstantinos Tzolakis eine Großchance von Ibrahim Maza an die Latte lenkte. Ernest Poku verfehlte im Eins-gegen-eins mit dem Schlussmann das lange Eck.
Das Spiel wurde durch eine lange Verletzungspause unterbrochen, als das griechische Innenverteidiger-Duo Panagiotis Retsos und Lorenzo Pirola böse mit den Köpfen zusammengeprallt war. Beide konnten nach minutenlanger Behandlung auf dem Rasen aber zunächst weiterspielen.
Komfortable Ausgangsposition für das Rückspiel
Mit diesem 2:0-Auswärtssieg hat Bayer Leverkusen eine sehr komfortable Ausgangsposition für das Rückspiel am kommenden Dienstag um 21:00 Uhr geschaffen. Das Spiel wird bei Amazon Prime übertragen. Die Werkself konnte im Hexenkessel von Piräus die Nerven behalten und zeigte eine überzeugende Leistung, die den Weg ins Achtelfinale der Champions League ebnen könnte.



