Bayern-Boss Dreesen verteidigt TV-Experten Matthäus und Hamann überraschend
Bayern-Boss Dreesen verteidigt TV-Experten Matthäus und Hamann

Bayern-Boss überrascht mit Verteidigung von Matthäus und Hamann

In einer unerwarteten Wendung hat Jan-Christian Dreesen (58), der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München, die umstrittenen TV-Experten Lothar Matthäus (64) und Dietmar Hamann (52) öffentlich in Schutz genommen. Dies geschieht in einem Kontext, in dem die Bayern-Führung traditionell für ihre scharfen Reaktionen auf Kritik von außen bekannt ist.

Dreesens überraschende Aussagen im Podcast

Im "OMR"-Podcast, der bereits vor Hamanns jüngster Kritik in der "Sky90"-Sendung aufgenommen wurde, äußerte Dreesen eine ungewöhnlich versöhnliche Haltung: "Ich bin der Meinung, es gehört ein Stück weit zu unserem Geschäft und der Branche dazu. Und natürlich ist es Aufmerksamkeit und es ist gut, dass es diese Experten gibt." Der Vorstandschef, der seit Mai 2023 an der Spitze des Vereins steht und bereits seit 2013 im Vorstand tätig ist, relativierte damit die oft hitzigen Debatten.

Marketing-Perspektive und norddeutsche Gelassenheit

Dreesen, der aus Aurich in Ostfriesland stammt, betrachtet die Kritik der TV-Experten auch aus einer Marketing-Perspektive: "Es wäre doch schlimm, wenn keiner mehr über den FC Bayern lästert, dann wären wir nämlich unwichtig und nicht relevant. Es ist super, wenn sich alle mit dem FC Bayern beschäftigen, weil das unsere Relevanz zeigt." Mit norddeutscher Gelassenheit fügte er hinzu: "Und da sollen sie rumschimpfen, wie sie wollen – solange wir gewinnen, kann jeder schimpfen wie er mag."

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Historische Spannungen mit Hoeneß

Diese Aussagen stehen im Kontrast zu den wiederholten öffentlichen Attacken des Ehrenpräsidenten Uli Hoeneß (74) gegen die beiden Ex-Spieler. Hoeneß hatte Matthäus erst im Juni 2025 rund um den Transfer von Nick Woltemade scharf kritisiert: "Lothar Matthäus hat nicht alle Tassen im Schrank!" Bereits im Februar 2019 polterte er gegen Hamann: "Er spielt sich so auf, als wäre er der Messias der Fußball-Kommentatoren – der Alles-Besserwisser."

Dreesen erklärt Hoeneß' Verhalten

Zu den emotionalen Reaktionen des Ehrenpräsidenten sagte Dreesen: "Ich glaube, dass Uli das so gesagt hat, weil er sich schon oft geärgert hat. Weil er beide aus der eigenen Vergangenheit gut kennt. Beide waren hier Spieler. Die kennen sich so gut, deswegen ärgert man sich da auch mehr." Über Hoeneß' legendäre Anrufe in Sportsendungen meinte der Vorstandsvorsitzende: "Das muss Uli selber entscheiden. Ich glaube, da geht manchmal der Gaul mit ihm durch, dass er sich so sehr ärgert, wenn da wieder irgendein Unfug erzählt wird. Aber das ist auf der anderen Seite ja auch sympathisch."

Professionelle Distanz und Vereinsinteresse

Interessant ist Dreesens differenzierte Betrachtung der persönlichen und professionellen Ebene: "Natürlich mögen wir manche lieber als andere, aber letzten Endes gehören sie zum Geschäft dazu." Diese Haltung markiert einen bemerkenswerten Kurswechsel in der öffentlichen Kommunikation des Rekordmeisters, der traditionell für seine empfindliche Reaktion auf externe Kritik bekannt ist.

Die Aussagen des Bayern-Bosses werfen ein neues Licht auf das Verhältnis zwischen dem Verein und den Medien und zeigen, dass innerhalb der Führungsetage unterschiedliche Herangehensweisen an öffentliche Kritik existieren. Während Hoeneß weiterhin für seine emotionalen und direkten Reaktionen bekannt bleibt, vertritt Dreesen eine pragmatischere, geschäftsorientierte Position.

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