Bayern-Boss echauffiert sich: Schiri-Entscheidungen sorgen für Zoff und Einspruch
Bayern-Boss kritisiert Schiri-Entscheidungen nach Leverkusen

Bayern-Boss echauffiert sich: Schiri-Entscheidungen sorgen für Zoff und Einspruch

Bei den Verantwortlichen des FC Bayern München sitzt der Stachel nach dem 1:1-Unentschieden in Leverkusen tief. Die Führungsspitze des deutschen Rekordmeisters äußert sich reihenweise öffentlich über die Leistungen von Schiedsrichter Christian Dingert und seinem Team. Nach Uli Hoeneß und Herbert Hainer ist nun Vorstandschef Jan-Christian Dreesen an der Reihe, der bei Sky seine Besorgnis zum Ausdruck brachte.

Dreesen wittert systematische Ungerechtigkeit

Jan-Christian Dreesen betonte in einem Interview: „Wir betrachten die Entwicklung der letzten Wochen mit großer Sorge. Die Schiedsrichterleistung in Leverkusen markierte den Höhepunkt einer Phase, in der wir immer wieder mit fragwürdigen Entscheidungen konfrontiert waren.“ Er verwies auf strittige Szenen in Spielen gegen den HSV, Dortmund und Leverkusen, die oft zu Ungunsten der Bayern ausfielen. Diese Kritik wirft die Frage auf, ob Dreesen mit seiner Einschätzung recht hat oder ob es sich um eine einseitige Perspektive handelt.

Diskutable Sichtweise und gegenseitige Unzufriedenheit

Eine durchaus diskutable Sichtweise, denn auch die Bayern profitierten in jüngster Vergangenheit von umstrittenen Urteilen. Beim 5:1-Sieg gegen Hoffenheim am 8. Februar gab es viel Glück bei einer Elfmeter-Entscheidung mit anschließender Roter Karte. Nur drei Tage später sorgte im DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Leipzig eine nicht gegebene Strafraum-Szene für Aufregung. Vor knapp einer Woche wurde beim 4:1-Sieg gegen Gladbach ein Elfmeter mit Rot für Rocco Reitz gepfiffen – vertretbar, aber sicherlich eine Entscheidung pro Bayern. Klar ist, dass auf beiden Seiten viel Unzufriedenheit mit den Leistungen der Schiedsrichter und des VAR herrscht. Dreesen forderte daher: „Der DFB ist gefordert, das Niveau seiner Schiedsrichter zu verbessern. Dass Christian Dingert seinen Fehler eingesteht, ist ehrenwert, aber das alleine hilft uns nicht weiter.“

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Zoff um Gelb-Rot für Bayern-Star Díaz und Einspruch des Vereins

Der größte Aufreger in Leverkusen war die Gelb-Rote Karte gegen Luis Díaz in der 84. Minute wegen einer vermeintlichen Schwalbe. Christian Dingert räumte nach dem Spiel ein: „Wenn ich jetzt die Bilder sehe, ist es kein Elfmeter, das ist mal klar. Gelb-Rot ist sehr hart, das würde ich jetzt nicht mehr so geben.“ Auch DFB-Schiri-Boss Knut Kircher bestätigte, dass die Karte für Díaz nicht richtig war. Daraufhin legte der FC Bayern Einspruch gegen die Sperre von einem Spiel ein, wie der Verein auf Sky-Anfrage bestätigte.

Weitere Kritik von Hoeneß und Hainer

Ehrenpräsident Uli Hoeneß tobte nach dem Spiel mit dem Platzverweis für Díaz, der berechtigten Roten Karte für Nicolas Jackson und den aberkannten Toren durch Handspiele: „Das ist die schlechteste Leistung eines Schiedsrichter-Teams, die ich je bei einem Bundesligaspiel gesehen habe.“ Präsident Herbert Hainer legte in einem Statement nach: „Normalerweise kommentiere ich Schiedsrichter nicht, aber dieses Mal hatte er einen gebrauchten Tag. Dass er nach dem Spiel zugesteht, er würde nach Ansicht der Fernsehbilder Luis Díaz keine Gelb-Rote Karte geben, ist aller Ehren wert – hilft uns und ‚Lucho‘ aber nichts.“ Die Bayern-Bosse sind nun auf der Palme, ob zu Recht oder zu Unrecht, bleibt eine Frage, die die Fan-Meinung sicherlich spalten wird.

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