FC Bayern München: Max Eberl gibt klare Transfer-Absage
Nach der offiziellen Vertragsverlängerung von Dayot Upamecano am vergangenen Freitag hat der FC Bayern München seine Weichen für die kommende Saison weiter gestellt. Sportvorstand Max Eberl erläuterte nun detailliert, wie sich der deutsche Rekordmeister in der Innenverteidigung positionieren wird – und machte dabei deutlich, dass für Spieler wie Nico Schlotterbeck oder Yann Aurel Bisseck kein Platz im Kader vorgesehen ist.
Vertragsverlängerungen und Personalentscheidungen
In den letzten zwei Wochen hat der FC Bayern drei wichtige Personalentscheidungen getroffen. Neben der Vertragsverlängerung von Dayot Upamecano wurde auch die Verlängerung mit Serge Gnabry vereinbart. Zudem einigte man sich mit Leon Goretzka darauf, dass der Mittelfeldspieler die aktuelle Saison noch zu Ende spielt, anschließend jedoch den Verein verlässt. Diese Entscheidungen zeigen die strategische Ausrichtung des Clubs unter der Führung von Max Eberl.
Am Samstag nach dem 2:0-Sieg in Bremen betonte Eberl jedoch, dass der Fokus zunächst auf den verbleibenden Spielen der Saison liege: "Wir haben jetzt unseren Kader, haben noch diese Saison. Ich weiß, die Fragen kommen immer näher zum Sommer, aber wir sind jetzt im Februar und haben wirklich noch große Spiele vor uns. Auf die freuen wir uns und fokussieren wir uns jetzt auch."
Kein Bedarf an neuen Innenverteidigern
Die Frage, ob die weitere Zusammenarbeit mit Upamecano eine Absage an andere mögliche Kandidaten für die Innenverteidigung bedeutet, beantwortete Eberl eindeutig. Auf die Namen Nico Schlotterbeck (Borussia Dortmund) und Yann Aurel Bisseck (Inter Mailand) angesprochen, erklärte der Sportvorstand: "Würde ich sagen, ja."
Eberl zählte die vorhandenen Optionen auf: "Wir haben Konny Laimer, wir haben Josip Stanisic, wir haben Alphonso Davies, wir haben Hiroki Ito. Plus die drei Innenverteidiger Jonathan Tah, Dayot Upamecano und Min-jae Kim." Hinzu komme theoretisch noch Außenverteidiger Sacha Boey, der bis Saisonende an Galatasaray Istanbul ausgeliehen ist, aber noch einen Vertrag bis 2028 beim FC Bayern besitzt.
Der besondere Vorteil: Spieler wie Laimer und Stanisic können auf beiden Abwehrseiten eingesetzt werden, während Linksfuß Ito ebenfalls in der Abwehrmitte agieren kann. Eberl fasste zusammen: "Damit hast du sieben Spieler für vier Positionen, da stehst du schon sehr, sehr gut da. Deswegen würde es keinen Bedarf geben, etwas zu tun."
Zukunftsperspektiven und Talente vom Campus
Sollte der Südkoreaner Min-jae Kim, der als dritter Innenverteidiger hinter dem Stamm-Duo Upamecano und Tah fungiert, nach drei Jahren in München einen Wechsel anstreben, würde der FC Bayern nach Informationen der AZ eher auf Talente vom eigenen Campus setzen. Ein Name, der in diesem Zusammenhang fällt, ist Cassiano Kiala.
Der 17-jährige U17-Nationalspieler des DFB hat bereits einen Mini-Kurzeinsatz bei den Profis absolviert und spielt meist in der U19 der Bayern. Zwei Einsätze in der U23 (Regionalliga Bayern) sowie regelmäßige Trainingseinheiten im Profikader von Trainer Vincent Kompany unterstreichen seine Entwicklung. Kompany, selbst ein erfahrener Innenverteidiger, weiß genau, welche Fähigkeiten auf dieser Position erforderlich sind.
Diese Strategie zeigt, dass der FC Bayern nicht nur auf teure Transfers setzt, sondern auch die eigene Nachwuchsarbeit stärker in den Fokus rückt. Die Verträge von Konrad Laimer und Harry Kane, die beide im Sommer 2027 auslaufen, werden ebenfalls in den kommenden Monaten thematisiert werden müssen.



