Kreative Reisepläne: Wie Bayern-Fans trotz hoher Flugpreise nach Madrid strömen
Bayern-Fans trotzen hohen Flugpreisen mit kreativen Reiserouten

Kreative Reisepläne: Wie Bayern-Fans trotz hoher Flugpreise nach Madrid strömen

Flugtickets von München nach Madrid sind seit Wochen ein teures Vergnügen. Entsprechend einfallsreich zeigen sich viele Bayern-Fans, um das Champions-League-Spiel gegen Real Madrid im Stadion live erleben zu können. Die Preise für Flüge in die spanische Hauptstadt erreichen seit der Viertelfinal-Auslosung astronomische Höhen.

Horrorpreise für Flugtickets zwingen Fans zu Alternativen

Bereits kurz nach der Bekanntgabe des Viertelfinal-Duells zwischen dem FC Bayern und Real Madrid mussten Fans 800 bis 900 Euro für Hin- und Rückflug berappen. Diese exorbitanten Kosten haben viele Anhänger des Rekordmeisters dazu veranlasst, kreative Reiselösungen zu entwickeln. Einige entscheiden sich für die Anreise mit Reisebussen, trotz der aktuell hohen Spritpreise. Andere wählen ausgeklügelte Umwege: Sie fliegen zunächst nach Valencia, nehmen von dort den Zug nach Madrid und kehren nach dem Spiel über Brüssel zurück nach München.

Fanclubs organisieren Charterflüge für erschwingliche Preise

Komfortabler haben es jene Bayern-Anhänger, die einen Platz in organisierten Sonderfliegern ergattern konnten. Mehrere Fan-Gruppierungen haben Charterflüge nach Madrid arrangiert. Einer der Organisatoren ist Rudi Grabmeier, Präsident des Fanclubs „Red Bulls Taubenbach“. Er buchte bei einer Kölner Fluggesellschaft einen Airbus 320, mit dem 180 Fans zu vergleichsweise günstigen Konditionen nach Madrid reisen können. „Zum ersten Mal habe ich das beim Finale 2010 gegen Inter Mailand gemacht – damals waren es gleich drei Flugzeuge“, erzählt Grabmeier und nennt seinen Flieger liebevoll „FanAir“.

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Volles Programm mit Leberkäse und Bier an Bord

Neben der Reiseorganisation kümmert sich Grabmeier auch um die Verpflegung der Passagiere. An Bord des Charterflugs stehen 500 Liter Bier und Leberkäse bereit, um die Stimmung während des Flugs aufrechtzuerhalten. „Ich will damit sicher kein Geld verdienen. Mir geht es einfach darum, zu helfen. Schließlich ist jeder elektrisiert. Wer will nicht zu diesem Spiel?“, erklärt der Fanclub-Chef. Die Nachfrage war enorm: Innerhalb von nur 24 Stunden waren alle 180 Plätze zum Preis von 475 Euro pro Person ausgebucht, und das ohne große Werbekampagnen.

Straffer Zeitplan für die Rückreise

Der Rückflug startet bereits am Mittwoch um 3.30 Uhr morgens – praktisch direkt nach Abpfiff der Partie machen sich die Fans auf den Weg zum Flughafen. Dieses straffe Programm erfordert zwar einige Strapazen, doch für ein so bedeutendes Spiel wie das Champions-League-Viertelfinale sind die Bayern-Anhänger bereit, diese Herausforderung auf sich zu nehmen. Die Begeisterung und der Einsatz der Fans unterstreichen einmal mehr die besondere Atmosphäre, die solche Spitzenspiele im europäischen Fußball auszeichnet.

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