FC Bayern vor Real-Kracher: Gelb-Alarm für vier Defensiv-Stars droht mit Halbfinal-Sperre
Beim entscheidenden Rückspiel in der Champions League gegen Real Madrid am Mittwochabend schwebt über dem FC Bayern ein deutlicher Gelb-Alarm. Gleich vier Schlüsselspieler der Münchner Defensive stehen mit zwei Gelben Karten vorbelastet auf dem Platz und würden bei einer weiteren Verwarnung ein mögliches Halbfinale der Königsklasse verpassen.
Vier Bayern-Profis im Fokus der Schiedsrichter
Betroffen von der kritischen Gelb-Karten-Situation sind Torhüter-Legende Manuel Neuer sowie die Defensivspieler Dayot Upamecano, Jonathan Tah und Konrad Laimer. In der Champions League gilt die klare Regel: Nach der dritten Gelben Karte folgt automatisch eine Sperre für das nächste Spiel. Dies würde bedeuten, dass der Rekordmeister im Falle des Weiterkommens gegen Liverpool oder Paris Saint-Germain im Halbfinale auf bis zu vier defensive Stützen verzichten müsste.
Kompany übt scharfe Kritik an UEFA-Regelung
Bayern-Trainer Vincent Kompany äußerte sich vor dem Topspiel deutlich kritisch zur aktuellen Regelung der UEFA. Vor allem mit Blick auf das neue Champions-League-Format mit deutlich mehr Spielen sei die Sperrengrenze aus seiner Sicht viel zu niedrig angesetzt.
„Ich finde es ganz schwer, durch diese Champions-League-Runde zu kommen ohne Sperre“, sagte Kompany und ergänzte mit Nachdruck: „Für einen Innenverteidiger, wenn du so weit kommst und nur drei Gelbe bekommst, dann hast du eigentlich einen ganz guten Job gemacht. Und trotzdem kannst du für das Halbfinale noch gesperrt werden, das finde ich schon hart.“
Der Bayern-Coach plädiert grundsätzlich für ein Umdenken bei der europäischen Fußball-Union. Die aktuelle Gelbregel sei aus seiner Sicht „zu aggressiv“ und gelte für alle Teams in gleichem Maße. „Diese Logik ist zu hart für die Strafe“, betonte Kompany abschließend.
Neuer: „Immer ein bisschen im Hinterkopf“
Bayern-Keeper Manuel Neuer betonte, dass den betroffenen Spielern die prekäre Situation durchaus bewusst sei, sie aber keinen übermäßigen Einfluss auf die Spielweise haben dürfe. Schon beim 2:1-Hinspielsieg in Madrid hätten vorbelastete Spieler auf dem Feld gestanden.
„Es ist immer ein bisschen im Hinterkopf, aber am Ende zählt es wirklich dieses Spiel zu gewinnen, das ist das Allererste“, erklärte der 40-jährige Torhüter. Die erfahrenen Profis würden in solchen Drucksituationen besonders darauf achten, „keine unnötigen Fouls“ zu begehen und dennoch mit vollem Einsatz zu spielen.
Auch Real Madrid von Sperren bedroht
Doch nicht nur der FC Bayern ist von der Gelb-Karten-Problematik betroffen. Auch bei den Königlichen aus Madrid droht mehreren Stars im Falle einer weiteren Verwarnung und bei einem Weiterkommen das Ausfallen im Halbfinale.
Bei Real Madrid stehen Kylian Mbappé, Vinícius Junior, Jude Bellingham, Dean Huijsen und Alvaro Carreras bereits mit zwei Gelben Karten unter Beobachtung. Aurelien Tchouameni sah im Hinspiel seine dritte Gelbe Karte und fehlt Real Madrid deshalb bereits am Mittwochabend in der Münchner Allianz Arena.
Erst nach den Halbfinal-Spielen werden die Gelbkonten in der Champions League wieder gelöscht. Für das Finale kann ein Spieler demnach nur noch durch eine Rote Karte oder Gelb-Rot gesperrt werden. Bis dahin müssen sowohl Bayern als auch Real mit größter Disziplin agieren, um ihre Schlüsselspieler nicht zu verlieren.



