FC Bayern München: Die Hoffnung auf Manuel Neuers Rückkehr im Spitzenspiel bleibt lebendig
Gerade einmal sieben Tage sind vergangen, seit sich Manuel Neuer einen Faserriss in der linken Wade zuzog. Beim Auswärtsspiel in Bremen musste der Kapitän des FC Bayern München bereits zur Halbzeit ausgewechselt werden. Der Verein hielt sich in der Folge bedeckt und sprach in einer offiziellen Pressemitteilung lediglich von einem vorläufigen Ausfall des Torhüters.
Das Comeback-Datum steht im Raum
Obwohl bei solchen Verletzungen üblicherweise mit einer Pause von etwa drei Wochen gerechnet wird, hatte die Vereinsführung an der Säbener Straße bereits früh ein konkretes Ziel vor Augen: Neuer sollte möglichst schon im anstehenden Klassiker beim BVB in Dortmund wieder zwischen den Pfosten stehen. Diese Information wurde bereits zuvor von SPORT1 berichtet.
Nach dem 3:2-Heimsieg gegen Eintracht Frankfurt bestätigte Sportvorstand Max Eberl diesen Plan. „Manuel saß heute sehr freudig auf der Tribüne. Er ist äußerst positiv gestimmt, und wir beobachten die Entwicklung von Tag zu Tag“, erklärte der 52-Jährige. Ein Einsatz in Dortmund sei weiterhin nicht ausgeschlossen.
Strategische Überlegungen und die Rolle des Ersatztorwarts
Aus Sicht des FC Bayern ergibt es durchaus Sinn, die Option Neuer so lange wie möglich offenzuhalten. Einerseits soll der Gegner aus Dortmund nicht zu früh erfahren, mit welchem Torhüter er es zu tun haben wird. Andererseits ist unbestritten: Mit der lebenden Legende im Tor wirkt die Mannschaft auf dem Platz entspannter und gefestigter.
Diese Dynamik zeigte sich beispielsweise am Samstagnachmittag beim zweiten Treffer der Eintracht Frankfurt. Joshua Kimmich verzichtete in einer brenzligen Situation auf ein Abspiel zu Jonas Urbig und wählte stattdessen einen kuriosen Pass quer durch den eigenen Strafraum. Auf die Frage, ob Kimmich den Ball anders gespielt hätte, wenn Neuer im Tor gestanden wäre, reagierte Eberl leicht irritiert: „Lassen wir jetzt diese Diskussion, oder?“
Dennoch blicken die Bayern gelassen auf das Duell mit dem BVB. Zum einen ist der Tabellenvorsprung auf komfortable acht Punkte angewachsen, zum anderen gibt Ersatztorwart Jonas Urbig bislang keinen Anlass zur Kritik. Wenn er für Neuer einspringen muss, macht er seine Sache größtenteils gut – grobe Fehler sind ihm bisher nicht unterlaufen.
Die entscheidende Frage: Muss das Comeback wirklich sein?
Es ist durchaus möglich, dass Manuel Neuer tatsächlich rechtzeitig für den Klassiker fit wird. Dennoch könnte die Vereinsführung aus Vorsichtsgründen entscheiden, ihn nicht einzusetzen. Die Leistungen von Urbig bieten die notwendige Sicherheit, um dem Stammtorhüter die nötige Erholungszeit zu gewähren.
Die finale Entscheidung wird in den kommenden Tagen fallen und hängt maßgeblich von der medizinischen Entwicklung sowie den taktischen Überlegungen des Trainerstabs ab. Eines steht fest: Der FC Bayern hat sowohl mit als auch ohne Neuer eine starke Option zwischen den Pfosten.



