Zweispielsperre für Bayern-Stürmer Nicolas Jackson verhängt
Der Deutsche Fußball-Bund hat eine deutliche Entscheidung getroffen: Nicolas Jackson, Stürmer des FC Bayern München, wurde für die kommenden zwei Bundesligaspiele gesperrt. Der Kontrollausschuss des DFB bestätigte am Montag die Strafe „wegen eines rohen Spiels“ nach der Roten Karte im Spiel bei Bayer Leverkusen. Das Urteil ist sofort rechtskräftig und bedeutet einen spürbaren Verlust für den Spitzenreiter.
Rote Karte nach VAR-Eingreifen
Im Bundesliga-Duell bei Bayer Leverkusen am Samstag, das 1:1 endete, sah Jackson zunächst nur Gelb, nachdem er Leverkusens Angreifer Martin Terrier heftig auf den Knöchel getreten hatte. Nach einem Hinweis des Video-Assistenten-Schiedsrichters (VAR) und einer kurzen Überprüfung der Bilder korrigierte Schiedsrichter Christian Dingert seine Entscheidung und zeigte Jackson die Rote Karte in der 42. Minute. Diese Szene löste kontroverse Diskussionen aus, doch das Sportgericht hielt an der Sanktion fest.
Keine Entlastung für Luis Díaz
Kurz vor der Bekanntgabe von Jacksons Sperre lehnte das DFB-Sportgericht zudem den Einspruch der Münchner gegen die Gelb-Rote Karte von Luis Díaz ab. Der kolumbianische Angreifer bleibt damit für das anstehende Spiel gegen Union Berlin gesperrt. Díaz hatte in Leverkusen in der 84. Minute die Gelb-Rote Karte erhalten, was Schiedsrichter Dingert später als Fehler bezeichnete. „Wenn ich jetzt die Bilder sehe, ist es kein Elfmeter. Gelb-Rot ist sehr hart, das würde ich jetzt nicht mehr so geben“, erklärte Dingert.
Dennoch wies der Vorsitzende Richter Stephan Oberholz den Einspruch zurück. „Entscheidend ist, dass sich der Vorgang als Tatsachenentscheidung darstellt, die nur dann korrigiert werden kann, wenn sie gravierend, offenkundig und ohne jeden Zweifel objektiv unrichtig ist. Das ist hier nicht der Fall“, betonte Oberholz. Diese Aussage unterstreicht die strikte Handhabung der Regeln durch das Sportgericht.
Folgen für die Bayern-Planung
Die Sperren treffen den FC Bayern zu einem kritischen Zeitpunkt. Jackson fehlt sowohl am Samstag um 15:30 Uhr im Spiel gegen Union Berlin als auch nach der Länderspielpause beim Auswärtsspiel beim SC Freiburg am 4. April. Díaz wird zusätzlich gegen Union nicht zur Verfügung stehen. Diese personellen Engpässe könnten die Taktik von Trainer und Mannschaft erheblich beeinflussen, besonders in der Offensive, wo beide Spieler wichtige Rollen einnehmen.
Der FC Bayern muss nun kreative Lösungen finden, um diese Ausfälle zu kompensieren und seine Führung in der Bundesliga-Tabelle zu verteidigen. Die Entscheidungen des DFB zeigen einmal mehr, wie streng Disziplinarmaßnahmen im deutschen Profifußball gehandhabt werden, selbst bei umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen.



