FC Bayern München knackt 54 Jahre alten Torrekord - Blick jetzt auf Real Madrid
Bayern knackt Torrekord nach 54 Jahren - Fokus auf Real

Historischer Torrekord nach 54 Jahren geknackt

Ein Meilenstein in der Geschichte der Fußball-Bundesliga wurde am Samstagabend erreicht. Der FC Bayern München hat den seit 54 Jahren bestehenden Torrekord der Liga offiziell übertroffen. Die Legenden um Franz Beckenbauer, Gerd Müller und Uli Hoeneß erzielten in der Saison 1971/72 insgesamt 101 Tore für den Rekordmeister. Diese historische Marke galt über ein halbes Jahrhundert als unantastbar.

105 Tore nach nur 29 Spieltagen

Das aktuelle Team von Trainer Vincent Kompany hat diese Bestmarke nun deutlich überboten. Nach dem 5:0-Auswärtssieg beim FC St. Pauli stehen die Münchner bei 105 Toren nach lediglich 29 Spieltagen. Der entscheidende 102. Treffer, der den Rekord brach, fiel in der 53. Minute durch Leon Goretzka zum 2:0.

Interessanterweise wusste der Rekordtorschütze selbst zunächst nicht, welcher historische Moment sich da gerade ereignete. „Der Ball wurde mir in die Hand gedrückt auf dem Platz. Ich hatte das gar nicht auf dem Schirm“, gestand Goretzka nach dem Spiel. Erst musste man ihm erklären, dass es sich um den 54 Jahre alten Torrekord handelte.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Keine Zeit zum Feiern - Real Madrid wartet

Doch im Münchner Fußballclub hält sich niemand lange mit statistischen Rekorden auf, wenn wichtige Pflichtspiele anstehen. Bereits am kommenden Sonntag könnte Bayern zum 35. Mal deutscher Meister werden. Noch bedeutender ist jedoch das Champions-League-Rückspiel gegen Real Madrid am Mittwoch.

„Es ist immer noch eine Riesen-Challenge“, betonte Goretzka trotz des 2:1-Vorteils aus dem Hinspiel. „Dieser kleine Vorteil kann gegen eine solche Mannschaft auch schnell wieder weg sein“, warnte der Nationalspieler, der den Verein im Sommer nach acht Jahren verlassen wird. Gleichzeitig zeigte er sich zuversichtlich: „Wir fühlen uns in der Allianz Arena pudelwohl. In der Regel fühlt sich der Gegner bei uns nicht ganz so wohl.“

Kompany prägt eine neue Bayern-Generation

Der souveräne Auftritt gegen St. Pauli - selbst ohne sieben geschonte Stammspieler - zeigt deutlich, warum genau diese Bayern-Generation den Uralt-Rekord brechen konnte. Nicht schon in den 80er Jahren mit Rummenigge und Breitner, nicht in den 90ern mit Elber und Effenberg, nicht mit Robben und Ribery oder im Sechs-Titel-Jahr 2020 mit Lewandowski und Müller.

Uli Hoeneß, der den Club über Jahrzehnte als Spieler, Manager, Präsident und Aufsichtsrat prägte, erkannte den Unterschied: „Diese Spieler hören nicht auf. Die machen auch nach dem vierten oder fünften Tor noch immer weiter.“

Die aktuelle Mannschaft vereint mehrere Eigenschaften:

  • Selbstbewusstsein ohne Überheblichkeit
  • Hunger ohne Überdrehtheit
  • Koordinierte Dominanz über den Gegner

Goretzka beschreibt Kompanys Einfluss präzise: „Der duldet keine Nachlässigkeiten. Sondern wir lassen einfach immer alles angeschaltet.“

Musiala beendet Nebengeräusche

Eine weitere Auffälligkeit unter Kompany zeigt sich im Umgang mit externen Diskussionen. Jamal Musiala, der in der 9. Minute das erste Tor gegen St. Pauli erzielte, beendete mit seinem Auftritt eine befremdliche Debatte. Erst vor wenigen Tagen hatte Ex-Kapitän Oliver Kahn dem lange verletzten Starspieler einen freiwilligen WM-Verzicht nahegelegt.

Musialas Antwort war eindeutig: „Auf jeden Fall will ich zur WM“, erklärte der 23-Jährige. Damit war das Thema vorerst erledigt - ein Zeichen für die konzentrierte Atmosphäre im aktuellen Bayern-Team.

Kontrollierte Euphorie vor Real-Rückspiel

Während Real Madrid in den Pflichtspielen gegen Mallorca und Girona antriebslos wirkte, demonstrierte Bayern gegen St. Pauli eindrucksvoll seine Stärke. Jetzt richtet sich der Fokus vollständig auf das Champions-League-Rückspiel.

Sportvorstand Max Eberl spricht von „kontrollierter Euphorie“. „Das, was wir geleistet haben, kann uns keiner mehr nehmen. Und trotzdem wissen wir, was für ein großer Gegner am Mittwoch auf uns trifft.“

Der historische Torrekord nach 54 Jahren bleibt damit eine Fußnote in einer Saison, die noch größere Ziele verfolgt. Die Bayern-Generation unter Vincent Kompany hat bewiesen, dass sie Rekorde brechen kann - doch der wahre Test steht mit Real Madrid noch bevor.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration