Bayern demonstriert Stärke im Titelrennen
Neue Spannung im Bundesliga-Titelrennen? Der FC Bayern München lässt daran mit einem souveränen 3:0 (2:0) beim SV Werder Bremen keinen Zweifel. Während Borussia Dortmund vor dieser Partie bis auf drei Punkte an den Tabellenführer herangerückt war, konterten die Münchner mit einer beeindruckenden Leistung im Bremer Weserstadion.
Goretzka im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit
Besonders bemerkenswert war die Rolle von Leon Goretzka, der beinahe nicht mehr Teil des Teams gewesen wäre. Der 31-jährige Mittelfeldspieler, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, erzielte das 3:0 in der 70. Minute und feierte dies mit einem ausgefallenen Vogel-Jubel, den er mit Josip Stanisic abgesprochen hatte.
Noch im Januar hatte der FC Bayern Goretzka mitgeteilt, dass sein Vertrag nicht verlängert wird. Daraufhin gab es Gespräche mit Atlético Madrid über einen sofortigen Wechsel, während auch Tottenham Hotspur, FC Arsenal und AC Mailand Interesse zeigten. Doch Goretzka entschied sich für einen Verbleib bis Saisonende.
Kanes historisches 500. Profitor
Harry Kane schrieb ebenfalls Geschichte, als er seine Tore 499 und 500 in der Profikarriere für Nationalmannschaft und Verein erzielte. „Natürlich macht es mich stolz“, kommentierte der englische Stürmer diesen Meilenstein. Der FC Bayern machte die Welt über seine diversen Club-Kanäle auf dieses besondere Ereignis aufmerksam.
Dreifach-Titelambitionen werden konkret
Nach zwei Dritteln der Saison haben sich die Bayern in Bundesliga, DFB-Pokal und Champions League in aussichtsreiche Positionen gebracht. Das Team fühlt sich stark genug, in den kommenden drei Monaten gleich alle drei Titel zu gewinnen.
Leon Goretzka äußerte sich optimistisch: „Wir haben alle in der Mannschaft so ein Gefühl, dass dieses Jahr alles möglich ist. Ich habe das Glück, schon einmal dabei gewesen zu sein, als wir sogar sechs Titel in einem Jahr gewonnen haben. Ich weiß, was das für eine geile Zeit war.“
Vertrauensverhältnis zu Kompany entscheidend
Goretzka betonte die Bedeutung seiner Beziehung zu Trainer Vincent Kompany: „Nach einem Gespräch mit dem Trainer hatte ich das Gefühl, dass mein Weg hier noch nicht zu Ende ist und dass wir dieses Jahr noch viel gewinnen können.“
Kompany würdigte die Entwicklung seines Spielers: „Leon hat sich in eine ganz wichtige Rolle gekämpft in der letzten Saison – das war eine schöne Geschichte für den Kader. Und er hat auch in dieser Saison immer eine sehr gute Präsenz auf dem Platz und in der Kabine.“
Starke Bank als Wettbewerbsvorteil
Die Bayern profitieren von ihrer außergewöhnlichen Mannschaftstiefe. Wenn sie sich in der entscheidenden Phase der Saison ihre Kräfte einteilen wollen, kommen von der Bank Nationalspieler wie Jamal Musiala, Minjae Kim oder eben Leon Goretzka. Ein Vorteil, über den der direkte Konkurrent Borussia Dortmund nicht in gleichem Maße verfügt.
Sportvorstand Max Eberl zeigte sich dankbar für Goretzkas professionelle Haltung: „Wir sind sehr dankbar. Er hat nicht lamentiert, nicht rumgenörgelt – gar nichts. Ich glaube, er möchte seine großartige Zeit bei Bayern noch krönen!“
Zwei Wochen nach etwas wackligen Auftritten gegen Augsburg und den HSV spielte der deutsche Meister wieder „wie in einem Tunnel“, wie Trainer Kompany die konzentrierte Leistung beschrieb. Die Bayern demonstrierten eindrucksvoll, dass sie trotz der Annäherung von Borussia Dortmund weiterhin die bestimmende Kraft im deutschen Fußball bleiben.



