Bayern München auf Rekordjagd: Nur fünf Tore fehlen zum historischen Meilenstein
Der FC Bayern München setzt seine beeindruckende Serie in der Fußball-Bundesliga fort und steuert mit voller Kraft sowohl auf den 35. Meistertitel als auch auf einen historischen Torrekord zu. Nach einem souveränen 4:0-Erfolg gegen den 1. FC Union Berlin benötigt der Tabellenführer in den verbleibenden sieben Saisonspielen lediglich fünf weitere Treffer, um die legendäre Marke von 101 Toren aus der Spielzeit 1971/72 zu übertreffen. Während damals Gerd Müller mit 40 Toren als Garant fungierte, übernimmt heute der englische Stürmer Harry Kane diese Rolle.
Kane nähert sich Lewandowski-Rekord
In der Partie gegen Union Berlin zeigte Harry Kane erneut seine Torjägerqualitäten. Der 32-jährige Engländer erzielte in der 49. Minute sein bereits 31. Saisontor, nachdem er sich energisch im Strafraum durchgesetzt und aus etwa 15 Metern mit dem rechten Fuß traf. Begeistert ballte der Stürmer auf dem Rasen sitzend die Fäuste. Ihm fehlen nun nur noch zehn Treffer, um den Bundesliga-Rekord von Robert Lewandowski einzustellen oder sogar zu brechen.
Gnabry und Olise sorgen für frühe Entscheidung
Die Münchner benötigten vor 75.000 Zuschauern in der Allianz Arena zwar einige Anlaufzeit, doch dann setzte ihre gewohnt effiziente Torproduktion ein. Michael Olise eröffnete in der 43. Minute die Toreflut, indem er einen langen Ball von Leon Goretzka technisch perfekt annahm, Gegenspieler Stanley Nsoki ausspielte und den Ball gefühlvoll in die lange Ecke schlenzte. Nur zwei Minuten später erhöhte Serge Gnabry auf 2:0. Der in ausgezeichneter Länderspielform auftretende Gnabry komplettierte seinen Doppelpack schließlich in der 67. Minute.
Von Union Berlin war in der Offensive kaum etwas zu erkennen. Die Berliner konzentrierten sich fast durchgehend auf defensive Aufgaben und konnten den Münchnern nur wenig entgegensetzen. Torhüter Jonas Urbig musste sich lediglich einmal auszeichnen, als er einen Schuss des ehemaligen Bayern-Spielers Woo-Yeong Jeong parierte.
Kompany trotz Personalsorgen zufrieden
Trotz zahlreicher Ausfälle durch gesperrte und verletzte Spieler präsentierte sich der FC Bayern unter Trainer Vincent Kompany in guter Verfassung. Drei Tage nach dem 4:1-Erfolg in der Champions League gegen Atalanta Bergamo verfügte Kompany noch über ausreichend frische Kräfte. „Wir haben schon einige Jungs, die viel Energie haben, die Bock haben auf dieses Spiel“, betonte der Trainer vor Anpfiff bei DAZN.
Die Münchner dominierten das Spielgeschehen von Beginn an, fehlte ihnen in der ersten halben Stunde jedoch noch das nötige Tempo und der Spielwitz gegen die kompakt verteidigenden Berliner. Lennart Karl verpasste in der 29. Minute sogar die Chance zur Führung, als er nach einem perfekten Angriff über Joshua Kimmich und Vorlagengeber Josip Stanisic freistehend den Pfosten traf.
Jagd auf den Rekord geht weiter
Obwohl das Spiel bereits zur Halbzeit entschieden war, trieb die Jagd auf den Torrekord die Bayern auch nach der Pause weiter an. Michael Olise verpasste in der Schlussphase sogar die Gelegenheit zum 98. Saisontor, als er einen Schuss an den Pfosten setzte. Harry Kane lupfte den Ball in der 90. Minute frei vor Torwart Frederik Rönnow knapp neben das Tor. Die Münchner demonstrierten damit erneut ihre Entschlossenheit, nicht nur die Meisterschaft, sondern auch den historischen Torrekord zu erobern.



