Bayern München marschiert unaufhaltsam Richtung Triple
Drei Tage nach der vorzeitigen Meisterschaft hat der FC Bayern München den nächsten Schritt in Richtung des begehrten Triples gemacht. Das Team von Trainer Vincent Kompany setzte sich im DFB-Pokal-Halbfinale mit einem klaren 2:0 gegen Bayer Leverkusen durch und sicherte sich damit die Fahrkarte nach Berlin. Erstmals seit dem Jahr 2020 ziehen die Münchner wieder ins Finale des DFB-Pokals ein, wo sie im Berliner Olympiastadion auf den Titelverteidiger VfB Stuttgart oder SC Freiburg treffen werden.
Kane schießt Bayern zur verdienten Führung
Von Beginn an ließen die Bayern in Leverkusen keinen Zweifel daran, wer als Sieger vom Platz gehen würde. Die Münchner zeigten sich dominant, spielfreudig und kreierten bereits früh gute Torchancen. Erst rettete Leverkusens Torwart Mark Flekken noch gegen Angriffe von Díaz und Kane, doch in der 22. Minute war er dann machtlos.
Aus einem Einwurf entwickelte sich die verdiente Führung für die Bayern. Jamal Musiala hatte auf der rechten Seite zu viel Platz und spielte den Ball in die Mitte. Dort ließ Díaz den Ball gekonnt durch die Beine zu Harry Kane durchrutschen. Der englische Stürmer war völlig frei und knallte den Ball an Flekken vorbei ins Netz zum 1:0.
Für Kane war dies bereits sein siebter Treffer in diesem DFB-Pokal-Wettbewerb und sein insgesamt 52. Saisontor. Interessant dabei: Sein letztes großes Spiel im Berliner Olympiastadion war das EM-Finale am 14. Juli 2024, als er mit der englischen Nationalmannschaft mit 1:2 gegen Spanien verlor.
Leverkusen enttäuscht auf ganzer Linie
Die Rheinländer zeigten vor allem in der ersten Halbzeit eine enttäuschende Leistung und waren im Spiel nach vorne völlig mutlos. Bezeichnend für die schwache Leverkusener Leistung: Nach 25 Minuten hatte Torwart Flekken mit 14 Ballkontakten die zweitmeisten auf seiner Mannschaftsseite.
Nach der Pause zeigte Bayer Leverkusen zumindest kurzzeitig etwas mehr Initiative und hatte zwei gute Torchancen. Erst rettete Manuel Neuer gegen einen Schuss von Nathan Tella, dann setzte Patrik Schick einen Kopfball nur knapp am Tor vorbei. Doch mehr als dieses kurze Strohfeuer kam vom Pokalsieger des Jahres 2024 nicht zustande.
In der Nachspielzeit machte schließlich Leroy Sané mit dem 2:0 alles klar und besiegelte damit den verdienten Einzug der Bayern ins DFB-Pokal-Finale.
Triple in greifbarer Nähe für die Bayern
Die Münchner sind nun nur noch vier Siege vom dritten Triple der Vereinsgeschichte entfernt. Neben der bereits gesicherten Meisterschaft und dem bevorstehenden Pokalfinale am 23. Mai wartet in der Champions League das Halbfinale gegen Paris Saint-Germain. Sollten die Bayern auch diese Hürde nehmen, würde das Finale am 30. Mai in Budapest stattfinden.
Für Bayer Leverkusen ist dagegen die letzte verbliebene Titelchance geplatzt. Für Trainer Kasper Hjulmand, dessen Vertrag noch bis 2027 läuft, könnte diese Niederlage das Aus bedeuten. Vieles deutet derzeit auf eine Trennung im Sommer hin, obwohl der Däne formal noch gebunden ist.
Der FC Bayern München demonstrierte einmal mehr seine Stärke und Entschlossenheit, alle drei Titel in dieser Saison zu gewinnen. Mit der souveränen Leistung gegen Leverkusen haben die Münchner bewiesen, dass sie bereit sind für die letzten entscheidenden Spiele der Saison.



