Bayerns Spieler in der Einzelkritik: Kimmich fehlt die Ruhe, Musiala die Leichtigkeit
Fehlende Offensivpower kostete dem FC Bayern München gegen Paris Saint-Germain das Weiterkommen. Auch, weil das Spiel für den rekonvaleszenten Jamal Musiala noch zu früh kam. Joshua Kimmich ging voran, neigte aber zum Übereifer. Die Einzelkritik aus München.
Die Ausgangslage
Der FC Bayern München musste im Viertelfinale der Champions League gegen Paris Saint-Germain antreten. Nach einer 0:1-Hinspielniederlage in Paris war die Ausgangslage für das Rückspiel in der Allianz Arena klar: Die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel musste mindestens zwei Tore erzielen, um noch ins Halbfinale einzuziehen. Doch von Beginn an fehlte die nötige Durchschlagskraft.
Joshua Kimmich: Der Antreiber mit Übereifer
Joshua Kimmich gab wie gewohnt alles, doch ihm fehlte die Ruhe am Ball. Immer wieder versuchte er, das Spiel an sich zu reißen, doch seine Pässe kamen oft ungenau an. Er zeigte zwar großen Einsatz, aber seine Aktionen wirkten oft überhastet. In der 34. Minute hätte er beinahe den Ausgleich erzielt, scheiterte aber am Pfosten. Insgesamt war es ein Abend, an dem Kimmich mehr kämpfte als spielte.
Jamal Musiala: Noch nicht bei 100 Prozent
Jamal Musiala war nach seiner Verletzung noch nicht wieder in Topform. Ihm fehlte die Leichtigkeit, die ihn sonst auszeichnet. Er kam kaum zu Dribblings und konnte keine Akzente setzen. In der 60. Minute wurde er ausgewechselt – ein Zeichen, dass ihm die Kraft ausgegangen war. Ohne seine Kreativität blieb die Bayern-Offensive harmlos.
Die Abwehr: Solide, aber nicht fehlerfrei
Die Defensive der Bayern stand insgesamt recht sicher, doch gegen die schnellen Konter von PSG gab es immer wieder brenzlige Situationen. Dayot Upamecano und Matthijs de Ligt machten ihre Sache ordentlich, aber sie konnten die Gegentore in der 22. und 78. Minute nicht verhindern.
Das Mittelfeld: Zu wenig Ideen
Im Mittelfeld fehlte es an Ideen. Leon Goretzka und Konrad Laimer rackerten zwar, aber sie konnten das Spiel nicht entscheidend beleben. Die Bälle wurden oft zu langsam gespielt, sodass PSG stets gut sortiert war.
Der Angriff: Chancenlos gegen PSG-Abwehr
Stürmer wie Harry Kane und Serge Gnabry fanden kaum Lücken in der gut organisierten PSG-Abwehr. Kane hatte in der 15. Minute eine gute Kopfballchance, setzte den Ball aber neben das Tor. Gnabry war meist von zwei Gegenspielern umgeben und konnte nicht zum Zug kommen.
Fazit: Ein verdientes Aus
Am Ende stand eine 0:2-Niederlage, die das Aus in der Champions League besiegelte. Der FC Bayern zeigte eine enttäuschende Vorstellung und konnte die Erwartungen nicht erfüllen. Kimmich und Musiala, die normalerweise zu den Leistungsträgern zählen, blieben unter ihren Möglichkeiten. Für die Münchner heißt es nun, aus dieser Niederlage die richtigen Lehren zu ziehen.



