DFB-Pokal: Bayern siegt dank Neuer-Gala - Upamecano und Davies enttäuschen
Bayern siegt im DFB-Pokal: Neuer glänzt, Upamecano enttäuscht

FC Bayern erkämpft sich Halbfinaleinzug im DFB-Pokal

Der FC Bayern München hat sich im Viertelfinale des DFB-Pokals mit einem 2:0-Erfolg gegen RB Leipzig den Einzug ins Halbfinale gesichert. In einer teils mühevollen Partie setzte sich der Rekordsieger am Ende durch, wobei die Leistungen der Einzelspieler stark differierten.

Manuel Neuers Galerie-Moment und defensive Schwächen

Manuel Neuer lieferte den wohl spektakulärsten Moment des Abends. In der 36. Minute fing der 39-jährige Torhüter einen weiten Ball elegant und einarmig ab – eine Szene, die direkt für die Galerie bestimmt schien. Zuvor hatte er bereits mit einer wichtigen Parade gegen David Raum geglänzt. Nach den beiden Bayern-Toren hatte Neuer weitgehend seine Ruhe, lediglich die Latte rettete ihn nach einer Stunde vor einem Leipziger Treffer.

Ganz anders präsentierte sich die Defensive. Dayot Upamecano strahlte in den ersten 45 Minuten keinerlei Autorität aus. Der französische Innenverteidiger ließ sich von keinem Leipziger Offensivspieler beeindrucken und zeigte auch im Spielaufbau nicht seine gewohnte Selbstsicherheit. Erst in der zweiten Halbzeit fand er zu einer ordentlichen Defensivleistung.

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Auch Alphonso Davies hatte einen schweren Abend. Der Kanadier verlor seine Duelle gegen Leipzigs Diomande nahezu regelmäßig und konnte offensiv kaum gefährlich werden. Erst in der 76. Minute gelang ihm eine nennenswerte Hereingabe.

Stanisic mit Licht und Schatten – Tah als defensiver Chef

Josip Stanisic zeigte eine durchwachsene Leistung. Dem Kroaten fehlte in der ersten Halbzeit eindeutig das Feuer und die Gier, seine Hereingaben mangelten an Präzision. Nach einer Stunde hatte er dann seinen großen Moment, als er einen Strafstoß herausholte, den Harry Kane zum 1:0 verwandelte.

Als stabiler Faktor erwies sich einmal mehr Jonathan Tah. Der Innenverteidiger, der an diesem Tag Geburtstag feierte, strahlte zwar zunächst nicht seine übliche Sicherheit aus, übernahm aber im Laufe der Partie die Führung in der Defensive und entwickelte sich zum wichtigen Ratgeber für Upamecano.

Mittelfeld mit gemischten Eindrücken

Im Mittelfeld fiel Aleksandar Pavlovic unangenehm auf. Dem Nationalspieler fehlte es an Klarheit in seinen Aktionen, und in einem Scharmützel mit Leipzigs Romulo zeigte er sich als ungewohnter Hitzkopf.

Joshua Kimmich gewann erst im Spielverlauf an Einfluss. Der DFB-Kapitän war in der ersten Halbzeit kaum präsent, entwickelte sich dann aber zum lautstarken Antreiber und lieferte eine ordentliche Leistung ab.

Auf den Flügeln zeigte Michael Olise nach einer verbissen geführten ersten Halbzeit gegen David Raum nach der Pause frischere Ansätze. Serge Gnabry blieb dagegen weitgehend unsichtbar und verpasste es, Schlüsselmomente zu setzen.

Offensive mit effektivem Kane und belohntem Díaz

In der Offensive sorgte Harry Kane für die nötige Effektivität. Der Engländer verwandelte einen Strafstoß in gewohnter Manier und war damit maßgeblich am Sieg beteiligt, auch wenn er keinen glanzvollen Abend hatte.

Luis Díaz gehörte zu den besseren Bayern-Spielern. Der Kolumbianer zeigte zu Beginn Energie und Tricks, vergab eine gute Chance, wurde aber für seinen Einsatz mit dem Treffer zum 2:0 belohnt, den er cool und überlegt vollendete.

Einwechselspieler ohne große Wirkung

Von den Einwechselspielern konnte keiner mehr entscheidend eingreifen. Konrad Laimer und Jamal Musiala fügten sich solide ein, während Leon Goretzka und Hiroki Ito nur kurz zum Einsatz kamen.

Insgesamt zeigte der FC Bayern eine Leistung mit deutlichen Licht- und Schattenseiten. Während Manuel Neuer und einzelne Offensivspieler überzeugten, offenbarten sich in der Defensive und im Mittelfeld Schwächen, die in kommenden Spielen behoben werden müssen.

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