„Unsere Kinder weinten vor Angst“: Bayern-Legende Martínez nach dramatischer Ausreise aus Katar
Die bedrückenden Schilderungen einer Fußball-Legende des FC Bayern München gehen unter die Haut! Javi Martínez (37) wurde am Samstag auf Initiative der spanischen Botschaft gemeinsam mit seiner Familie aus Katar ausgeflogen. Grund dafür sind die jüngsten Angriffe des Iran auf amerikanische Militärbasen in den Golfstaaten, die zu erheblichen Einschränkungen im Flugverkehr geführt haben.
Dramatische Stunden für die Familie Martínez
Nach der sicheren Ankunft in seiner Heimat Navarra im Norden Spaniens berichtet der ehemalige Defensiv-Star des FC Bayern im exklusiven Gespräch von den turbulenten Stunden, die er mit Ehefrau Aline und den vier gemeinsamen Kindern durchstehen musste. „Aline und ich haben uns in Katar grundsätzlich sicher gefühlt, weil die katarische Regierung viel für die Sicherheit tut“, erklärt Martínez. „Aber unsere Kinder hatten große Angst. Immer wenn der Alarm losging und der Lärm der Bomben zu hören war, rannten sie zu uns, umarmten uns und weinten.“
Diese emotionalen Momente führten schließlich zur Entscheidung, Katar vorübergehend zu verlassen. Allerdings gestaltete sich die Ausreise aufgrund der kriegsbedingten Einschränkungen im Luftraum über Katar und Umgebung zunächst als unmöglich.
Rettungsaktion der spanischen Botschaft mitten in der Nacht
Die Wende kam in den frühen Morgenstunden des Samstags: „Um 3 Uhr morgens kam eine Freundin zu uns und informierte uns, dass die spanische Botschaft zwei Flüge für spanische Staatsbürger in Doha organisiert hatte – der erste sollte bereits um 8 Uhr starten“, erinnert sich Martínez. „Wir sind erst richtig erschrocken, als um diese Uhrzeit jemand bei uns klingelte. Aber wir trafen schnell die Entscheidung, den Flug anzunehmen.“
Was folgte, war ein Wettlauf gegen die Zeit: Die Familie musste innerhalb weniger Stunden die Flugplätze reservieren, Koffer packen und die schlafenden Kinder wecken. „Das war ein echtes Abenteuer“, beschreibt der Fußballprofi die hektische Nacht.
Zwischenstation Spanien – baldige Rückkehr geplant
Derzeit befindet sich die Familie in Spanien, doch Martínez plant bereits seine Rückkehr nach Katar. „Sobald der Luftraum über Katar wieder öffnet, fliege ich zurück“, erklärt der Spieler, der seit Sommer 2021 in Katars Hauptstadt Doha aktiv ist – zunächst beim Qatar SC, aktuell beim Zweitligisten Al-Bidda. „Der Trainingsbetrieb bei meinem Klub läuft weiter, obwohl die Situation bei jedem Verein in Katar derzeit unterschiedlich ist.“
Frau und Kinder sollen nachkommen, sobald sich die Sicherheitslage im Wüstenstaat wieder entspannt hat. Die Familie fühlt sich in Katar heimisch und lebt bestens integriert in einer Nachbarschaft mit zahlreichen weiteren prominenten Fußballern aus Europa.
Traumatische Erlebnisse und die Hoffnung auf Normalität
Martínez, der zwischen 2012 und 2021 mit dem FC Bayern unter anderem zwei Champions-League-Titel und neun Meisterschaften gewann, betont zwar das Sicherheitsgefühl als Zivilist in Katar: „Ich glaube, dass wir Zivilisten in Katar nicht in Gefahr sind. Der Staat macht in Sachen militärischer Abwehr wirklich einen unglaublichen Job.“
Dennoch beschreibt er die psychische Belastung: „Für die Kinder und auch für Aline und mich ist die Situation dort sehr hart. Seitdem wir in Spanien sind, wird mir erst richtig bewusst, unter welchem Stress wir zuletzt in Katar standen: Bei jedem lauten Geräusch denken wir sofort, dass es sich um eine Bombe handelt und merken dann erst, dass das in Spanien gar nicht sein kann.“
Abschließend äußert der 37-Jährige einen großen Wunsch: „Wir alle hoffen, dass dieser Wahnsinn bald endet und die Normalität zurückkehrt.“ Die 268 Pflichtspiele für den FC Bayern scheinen im Vergleich zu diesen aktuellen Erlebnissen in weiter Ferne zu liegen.



