Bayern und Wolfsburg marschieren souverän ins DFB-Pokal-Halbfinale
Die Favoriten im DFB-Pokal der Frauen haben ihre Viertelfinalspiele am 11. März 2026 überzeugend für sich entschieden. Während Rekordpokalsieger VfL Wolfsburg und Titelverteidiger Bayern München ihre Klasse demonstrierten, musste der letzte verbliebene Zweitligist SC Sand die Segel streichen. Die Auslosung für die Halbfinalpaarungen, die zwischen dem 4. und 6. April stattfinden, steht noch aus.
Bayern mit Traumstart in Hamburg
Bayern München erwischte im Volksparkstadion vor 12.638 Zuschauern einen perfekten Beginn. Bereits in der sechsten Minute nutzte Edna Imade nach einem Vorstoß von Giulia Gwinn einen Abstimmungsfehler in der HSV-Defensive und köpfte aus kurzer Distanz zur Führung ein. Trainer José Barcala, der auf Nationalspielerin Klara Bühl verzichten musste, hatte im Vorfeld vor einem "schwierigen Pokalspiel" gewarnt. Seine Prognose bestätigte sich mit fortschreitender Spieldauer, doch die Münchnerinnen blieben dominant.
Eine schöne Kombination in der 66. Minute, die Franziska Kett vollendete, und ein Treffer von Natalia Padilla-Bidas in der 88. Minute setzten den verdienten 3:0-Endstand. Angesichts des immensen Vorsprungs von 14 Punkten in der Bundesliga bleibt der DFB-Pokal eine wichtige Zielmarke für die Bayern.
Wolfsburg setzt sich gegen Frankfurt durch
Im Topspiel des Viertelfinals setzte sich der VfL Wolfsburg mit 1:0 gegen Eintracht Frankfurt durch. Nach einer holprigen Anfangsphase mit klaren Vorteilen für die SGE traf Kapitänin Svenja Huth in der 35. Minute den entscheidenden Treffer. Erst am Vortag hatte die 35-Jährige ihren auslaufenden Vertrag bis 2027 verlängert.
Der elfmalige Titelträger, der im Vorjahr das Endspiel in Köln verpasst hatte, kontrollierte die Partie im zweiten Durchgang weitgehend. Wolfsburgs scheidender Sportdirektor Ralf Kellermann hatte vor Anpfiff bei Sky von der "einzigen realistischen Titelchance" für den VfL gesprochen und betont: "Wir wollen natürlich ins Pokalfinale."
Sand scheidet, Essen jubelt
Der SC Sand, der im Achtelfinale noch mit einem 3:2 über den 1. FC Köln für eine Überraschung gesorgt hatte, verpasste die nächste Sensation. Der letzte verbliebene Zweitligist unterlag beim Bundesliga-Schlusslicht Carl Zeiss Jena mit 1:4. Großen Jubel gab es dagegen im Ruhrgebiet: Die abstiegsbedrohte SGS Essen besiegte den Vorjahresfinalisten Werder Bremen mit 1:0 und zieht damit unerwartet ins Halbfinale ein.
Die Ergebnisse im Überblick:
- VfL Wolfsburg - Eintracht Frankfurt: 1:0
- Hamburger SV - Bayern München: 0:3
- Carl Zeiss Jena - SC Sand: 4:1
- SGS Essen - Werder Bremen: 1:0
Damit stehen mit Bayern, Wolfsburg, Jena und Essen vier Teams im Halbfinale, die ihre Qualität in den Viertelfinals unter Beweis stellten. Die Spannung bleibt hoch, bis die Auslosung die endgültigen Paarungen festlegt.



