Bayern München: Vertragspoker um Dayot Upamecano zieht sich weiter - Eberl bleibt vorsichtig
Der Vertragspoker um Dayot Upamecano (27) beim FC Bayern München zieht sich nun schon seit einem Jahr hin und ist immer noch nicht beendet. Der Innenverteidiger, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, hat trotz eines seit Wochen vorliegenden Verlängerungsangebots noch immer nicht unterschrieben.
Deadline verstreichen lassen und überraschende Wende
Die Münchner hatten Upamecano eine Deadline bis zum 1. Februar gesetzt, die der Franzose und seine Berater verstreichen ließen. Daraufhin zogen die Bayern das Angebot schriftlich zurück, bevor es zu einer überraschenden Wendung kam: In einem persönlichen Gespräch mit den Verantwortlichen machte Upamecano deutlich, dass er den Vertrag doch noch verlängern wolle.
Die Bayern lenkten ein und legten ihm das alte Angebot erneut vor – doch seit nunmehr zehn Tagen fehlt immer noch die entscheidende Unterschrift.
Eberl: "Ich glaube nicht"
Nach dem 2:0-Erfolg im DFB-Pokal gegen RB Leipzig äußerte sich Sportvorstand Max Eberl (52) erneut zu dem Dauerbrenner-Thema. Auf die Frage, ob bei der Vertragsverlängerung noch etwas schief gehen könne, sagte der Bayern-Boss: "Ich glaube nicht. Solange die Tinte nicht unter dem Vertrag ist, gibt es keine Verkündung. Das ist normal im Leben."
Aber hundertprozentig sicher scheint Eberl nicht zu sein. Während sich CEO Jan-Christian Dreesen (58) sehr optimistisch zeigt ("Es hakt an nichts", "Das ist aber ganz zentral, denn damit besteht schon mal ein Handschlag-Vertrag"), bleibt der Sportvorstand deutlich zurückhaltender.
Vertragsbedingungen und Streitpunkte
Das Bayern-Angebot sieht aktuell folgende Konditionen vor:
- Vertragslaufzeit von vier Jahren bis 2030
- Jahresgehalt von bis zu 20 Millionen Euro
- Handgeld in Höhe von knapp 20 Millionen Euro
- Exit-Option für 2027 in Höhe von rund 65 Millionen Euro
Dennoch war dieses Angebot der Upamecano-Seite nicht ausreichend genug. Hauptstreitpunkt: Die Bayern wollen das Handgeld über die Vertragslaufzeit strecken und Jahr für Jahr auszahlen, während Upamecano es fix zugesichert haben möchte.
Kimmich rät zum Bleiben
Vize-Kapitän Joshua Kimmich (31) hat dem Abwehrspieler bereits geraten, sich klar zu Bayern zu bekennen. Nach der Partie sagte er: "Ich habe schon ein, zwei Mal mit ihm gesprochen. Er kennt meine Meinung über ihn. Aus meiner Perspektive ist es natürlich die richtige Entscheidung, hier zu bleiben."
Kimmich begründete seine Empfehlung: "Natürlich der Verein, die Stadt, die Fans, aber auch die Mannschaft, der Trainer, den wir haben – das macht schon, glaube ich, große Freude, wenn man Teil dieser Gruppe sein darf."
Eberls Aussage vor dem 5:1 gegen Hoffenheim passt zu seiner vorsichtigen Haltung: "Bei Upa ist es so, dass wir kurz vor der Zielgeraden sind. Aber wie gesagt: Pferde vor der Apotheke kotzen sehen, haben wir alle schon."



