Bayern verliert Einspruch: Díaz und Jackson gesperrt - DFB-Sportgericht bleibt hart
Bayern verliert Einspruch: Díaz und Jackson gesperrt

Bayern muss auf Díaz und Jackson verzichten: DFB-Sportgericht weist Einspruch zurück

Der FC Bayern München hat einen herben Rückschlag vor wichtigen Bundesliga-Spielen erlitten. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes hat den Einspruch des Rekordmeisters gegen die Gelb-Rote Karte für Stürmer Luis Díaz abgelehnt und darüber hinaus Offensivspieler Nicolas Jackson für zwei Partien gesperrt. Diese Entscheidung trifft die Münchner in einer entscheidenden Phase der Saison besonders hart.

Jackson für zwei Spiele gesperrt - Díaz-Einspruch gescheitert

Nicolas Jackson muss die nächsten beiden Bundesliga-Begegnungen des FC Bayern pausieren. Der Angreifer fehlt damit am Samstag (15.30 Uhr) im Heimspiel gegen Union Berlin sowie am 4. April (15.30 Uhr) beim Auswärtsspiel gegen den SC Freiburg. Jackson hatte im vergangenen Samstagsspiel gegen Bayer Leverkusen (1:1) in der 42. Spielminute nach einer Videoüberprüfung die Rote Karte für ein grobes Foulspiel gesehen. Dieses Urteil ist bereits rechtskräftig und kann nicht mehr angefochten werden.

Parallel dazu ist der Einspruch des FC Bayern gegen den Platzverweis für Luis Díaz gescheitert. Der Protest des Clubs wurde im Einzelrichterverfahren als unbegründet verworfen, wie der DFB offiziell mitteilte. Damit ist Díaz in der nächsten Bundesliga-Partie des Tabellenführers gegen Union Berlin ebenfalls gesperrt. Die Münchner haben allerdings noch die Möglichkeit, innerhalb von 24 Stunden beim Sportgericht erneut Einspruch gegen dieses Urteil einzulegen.

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DFB-Sportgericht begründet Entscheidung ausführlich

Stephan Oberholz, Chef des DFB-Sportgerichts, erläuterte die umstrittene Entscheidung detailliert: „Dass die Entscheidung des Schiedsrichters unter Berücksichtigung der Fernsehbilder wahrscheinlich so nicht erfolgt wäre, ist für die sportgerichtliche Wertung nicht erheblich. Entscheidend ist, dass sich der Vorgang als Tatsachenentscheidung darstellt, die nur dann korrigiert werden kann, wenn sie gravierend, offenkundig und ohne jeden Zweifel objektiv unrichtig ist. Das ist hier nicht der Fall.“

Diese Begründung steht im deutlichen Kontrast zu den Aussagen von Schiedsrichter Christian Dingert, der den Platzverweis für Díaz nach der Partie selbst als Fehler bezeichnet hatte. „Wenn ich jetzt die Bilder sehe, würde ich das so nicht mehr geben“, gestand der 45-jährige Unparteiische bezüglich der zweiten Gelben Karte für den Bayern-Stürmer wegen einer vermeintlichen Schwalbe.

Hitzige Debatte um Schiedsrichterleistungen entbrannt

Die Bayern-Führung hatte nach der umstrittenen Partie heftige Kritik an den Schiedsrichtern geäußert. Ehrenpräsident Uli Hoeneß wetterte in der „Bild“-Zeitung: „Das ist die schlechteste Leistung eines Schiedsrichter-Teams, die ich je bei einem Bundesligaspiel erlebt habe.“ Vorstandschef Jan-Christian Dreesen forderte via Sky vom DFB, „das Niveau der Leistungen seiner Schiedsrichter zu verbessieren“.

Dieses aggressive Vorgehen des Bundesliga-Spitzenreiters stieß jedoch auch auf deutliche Kritik. Der frühere Nationalspieler und Bayern-Profi Dietmar Hamann äußerte großes Unverständnis: „Das ist doch eines Weltvereins nicht würdig. Du musst doch auch mal in der Niederlage - die es ja nicht mal war - das mit Respekt und Würde anerkennen, dass Fehler gemacht werden oder auch nicht.“ Hamann kritisierte damit die öffentliche Herangehensweise der Bayern-Führung in dieser Angelegenheit.

Die Sperren von Díaz und Jackson stellen den FC Bayern vor erhebliche personelle Herausforderungen in der Offensive. Der Tabellenführer muss in den kommenden Bundesliga-Spielen auf zwei wichtige Angriffsspieler verzichten, was die Taktik von Trainer und Mannschaft erheblich beeinflussen wird. Die Entscheidung des DFB-Sportgerichts zeigt zudem, dass selbst bei offensichtlichen Fehlentscheidungen auf dem Platz die rechtlichen Hürden für eine nachträgliche Korrektur extrem hoch sind.

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