FC Bayern reagiert auf Fan-Eklat: Vorstand Dreesen sieht 'keine Bösartigkeit' bei Zwischenfall
Bayern-Vorstand zu Fan-Eklat: 'Keine Bösartigkeit'

FC Bayern reagiert auf Fan-Eklat: Vorstand Dreesen sieht 'keine Bösartigkeit' bei Zwischenfall

Der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München, Jan-Christian Dreesen, hat sich ausführlich zu den jüngsten Vorfällen rund um die Bayern-Fans während des Champions-League-Spiels gegen Real Madrid geäußert. Nach dem emotional aufgeladenen 4:3-Erfolg der Münchner kam es zu unschönen Szenen, als einige Anhänger den Innenraum des Stadions stürmten und dabei mehrere Journalisten verletzt wurden.

Dreesens Einschätzung: Emotionale Überschäumung statt Aggression

In einer detaillierten Stellungnahme nach dem Bundesliga-Spiel gegen den VfB Stuttgart (4:2) betonte Dreesen seine Sichtweise auf die Geschehnisse. "Ich hatte nicht das Gefühl, dass das seitens der Fans in irgendeiner Form eine aggressive, bösartige Aktion war", erklärte der 58-jährige Klubchef. Stattdessen führte er den Vorfall auf die überbordende Euphorie nach dem späten Siegtor zurück.

Dreesen schilderte die Situation plastisch: "Das 3:3 ist gefallen, da waren alle total glücklich und mit dem 4:3 hat dieses Stadion gebebt. Dann ist die Euphorie übergeschäumt. Sie sind vom Zaun herunter und dann sind unglücklicherweise einige Journalisten verletzt worden." Als Beleg für die fehlende Böswilligkeit verwies er darauf, dass die Fans bewusst auf einen kompletten Platzsturm verzichteten und hinter der LED-Bande im Innenraum verblieben.

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UEFA-Verfahren und mögliche Konsequenzen

Die UEFA hat inzwischen ein Disziplinarverfahren gegen den deutschen Rekordmeister eingeleitet. Besonders brisant: Vor den Halbfinal-Duellen gegen Paris Saint-Germain droht den Münchnern ein Teilausschluss der eigenen Fans im Rückspiel am 6. Mai. Dreesen äußerte sich dazu mit vorsichtigem Optimismus: "Wir hoffen natürlich sehr, dass alles bewertet wird, auch die Situation, in der es passiert ist. Ich meine, knapp 20 Sekunden später hat der Schiedsrichter dann das Spiel abgepfiffen."

Gleichzeitig bedauerte der Vorstandsvorsitzende die Gesamtsituation zutiefst: "Es war ein unglaubliches Spiel, wahrscheinlich ein Spiel für die Geschichte dieses Klubs und der Champions League. Dass das dann noch in dieser Art und Weise so einen Teilaspekt hat, ist schon sehr schade." Die Verletzungen der Journalisten wollte er dabei keineswegs herunterspielen.

Sicherheitsfragen und Aufklärungsarbeit

Auf mögliche Lücken im Sicherheitskonzept angesprochen, verwies Dreesen auf die vorhandenen Maßnahmen. Demnach waren sogar mehr Ordner im Einsatz, als eigentlich notwendig gewesen wären. Allerdings gestand er ein: "Wenn so viele Menschen auf einmal über einen Zaun klettern, dann hält das kein Ordner dieser Welt auf."

Der FC Bayern befindet sich derzeit in der umfassenden Aufarbeitung des Vorfalls. "Wir sind nach wie vor in der Aufklärung dieses Zwischenfalls. Es gilt aufzuklären, wie viele Verletzte es tatsächlich waren", so Dreesen. Parallel zur sportlichen Fokussierung auf die anstehenden DFB-Pokal- und Champions-League-Aufgaben muss der Verein nun auch die disziplinarischen Konsequenzen des Fan-Eklats bewältigen.

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