Bayerns Fußballerinnen feiern Meisterkurs - Wolfsburg-Coach prophezeit Titel
Bayerns Fußballerinnen auf Meisterkurs - Wolfsburg-Coach prophezeit Titel

Bayerns Fußballerinnen feiern Meisterkurs - Wolfsburg-Coach prophezeit Titel

Die Fußballerinnen des FC Bayern München haben mit einem deutlichen 4:1-Heimsieg gegen den VfL Wolfsburg einen entscheidenden Schritt in Richtung der deutschen Meisterschaft gemacht. Nach diesem überzeugenden Auftritt im Spitzenspiel der Frauen-Bundesliga steht der vierte Titel in Folge für die Münchnerinnen in greifbarer Nähe.

Entscheidender Doppelschlag nach Pausenrückstand

Obwohl die Bayern-Fußballerinnen durch ein frühes Tor von Kessya Bussy (16. Minute) in Rückstand gerieten, drehten sie die Partie nach der Halbzeitpause mit Bravour. Jovana Damnjanovic erzielte innerhalb von nur zwei Minuten gleich zwei Tore und leitete damit die Wende ein. Zunächst profitierte die Stürmerin von einem unglücklichen Patzer der Wolfsburger Nationaltorhüterin Stina Johannes in der 54. Minute, ehe sie kurz darauf erneut traf.

„Wenn wir das nicht bis zum Ende bringen, dann sind wir sehr dumm“, kommentierte die zweifache Torschützin Damnjanovic nach dem Spiel selbstbewusst die Ausgangslage. Mit weiteren Treffern von Georgia Stanway (70.) und Klara Bühl (80.) setzten die Münchnerinnen den klaren Schlusspunkt vor 2.500 ausverkauften Plätzen am Bayern-Campus.

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Wolfsburg-Coach sieht Meisterschaft entschieden

VfL-Wolfsburg-Trainer Stephan Lerch gab nach der Niederlage eine deutliche Prognose ab: „Der FC Bayern steht an Nummer 1 und in dem Fall wird er auch deutscher Meister werden - so weit lehne ich mich jetzt aus dem Fenster.“ Mit 14 Punkten Vorsprung und einem absolvierten Spiel mehr scheint der Titel für die Münchnerinnen kaum noch zu nehmen.

„Wir haben immer klar gesagt, dass der FC Bayern der große Favorit ist auf die Meisterschaft“, räumte Lerch ein. „Das sind einfach Schritte, die da gemacht worden sind, und da ist der FC Bayern uns voraus und ein Stück weit enteilt.“

Nationaltorhüterin bedauert entscheidenden Fehler

Besonders bitter für die Wolfsburgerinnen war der Fehler von Nationaltorhüterin Stina Johannes, der zum Ausgleich führte. „Das tut mir total leid fürs Team“, sagte die Nummer 2 im deutschen Nationalteam. Beim Versuch, den Ball lang zu schlagen, wurde sie von Damnjanovic geblockt, die anschließend ins leere Tor traf.

„Wir waren gut drin, da war mehr drin heute, deshalb ist es umso bitterer“, analysierte Johannes die Niederlage. Die Wolfsburgerinnen mussten erneut auf die erkrankte ehemalige DFB-Kapitänin Alexandra Popp verzichten.

Bayern-Team sieht Rückenwind für weitere Wettbewerbe

DFB-Star Giulia Gwinn betonte nach dem Sieg: „Im Endeffekt liegt es nur an uns. Wir wollen natürlich auch die Meisterschale in München behalten.“ Der klare Erfolg gegen den direkten Konkurrenten gebe „Rückenwind“ für die weiteren Aufgaben der Saison.

„Wir wollen in allen Wettbewerben diese gute Ausgangsposition weiterführen“, so Gwinn. Die Münchnerinnen sind seit ihrer 1:7-Niederlage in der Champions League gegen den FC Barcelona Anfang Oktober ungeschlagen.

Trainer mahnt zur Bescheidenheit trotz Erfolg

Bayern-Trainer José Barcala zeigte sich nach dem Sieg zwar zufrieden, mahnte aber zur Bescheidenheit: „Wir müssen bescheiden und mit den Füßen auf dem Boden bleiben. Wir müssen weiterhin hart arbeiten, wenn wir ein Gewinnerteam in Europa, aber auch in Deutschland werden wollen.“

Bayern-Präsident Herbert Hainer durfte sich nach der Halbzeitpause über gleich vier Tore seines Vereins freuen. Nach dem 3:1 war die Partie dann endgültig zugunsten des FC Bayern entschieden.

Für die Wolfsburgerinnen war es bereits die dritte Niederlage in dieser Saison gegen die Münchnerinnen, nachdem sie bereits das Hinspiel (1:3) und das Supercup-Finale (2:4) verloren hatten. „Wir haben ein Stück weit drei Eigentore geschossen. Das killt uns natürlich“, resümierte Gäste-Kapitänin Janina Minge enttäuscht.

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