Bayerns Youngster sorgen für Drama-Sieg: Kane feiert aus der Ferne, Bischof und Karl werden Matchwinner
Bayerns Youngster sorgen für Drama-Sieg gegen Freiburg

Drama im Breisgau: Bayerns Youngster retten spektakulären Sieg gegen Freiburg

Der angeschlagene Torjäger Harry Kane verfolgte das Bundesliga-Spiel des FC Bayern München beim SC Freiburg aus der Ferne und konnte sein Entzücken kaum in Worte fassen. „Wow, wow, wow“, kommentierte der englische Stürmerstar das furiose 3:2 (0:0) seiner Mannschaftskollegen in der App „Cleats Club“ und fügte begeistert hinzu: „Ich liebe dieses Team.“ Ohne ihren Topscorer, der in dieser Saison bereits 48 Pflichtspieltore erzielt hat, benötigten die Münchner einen gewaltigen Kraftakt und zwei späte Treffer ihrer Nachwuchsspieler, um die drei Punkte aus dem Europa-Park Stadion mitzunehmen.

Bischof und Karl werden zu unerwarteten Matchwintern

80 Minuten lang sah es nach einem enttäuschenden Auftritt der Bayern aus, ehe die beiden Youngster Tom Bischof und Lennart Karl für eine atemberaubende Wende sorgten. Der 20-jährige Bischof traf in der 81. Minute zum 1:2 und in der zweiten Minute der Nachspielzeit zum 2:2-Ausgleich. „Brutal“ fühle sich dieser Erfolg an, erklärte der Doppeltorschütze nach dem Spiel. Noch spektakulärer war der späte Siegtreffer: In der neunten Minute der Nachspielzeit legte der 18-jährige Lennart Karl nach und besiegelte den 3:2-Erfolg.

„Sehr, sehr krass“ und „unbeschreiblich“ sei sein Gefühl nach dem entscheidenden Tor gewesen, berichtete Karl, der für das Ausziehen seines Trikots sogar eine Gelbe Karte in Kauf nahm. „Ich hatte schon die ganze Zeit im Kopf, mein Trikot auszuziehen“, gestand der Offensivspieler, dessen Vorahnung sich damit bestätigte.

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Kimmichs Ansage zeigt Wirkung bei Bischof

Interessant war die Vorgeschichte zu Bischofs Toren: „Vor dem Spiel hat Jo noch zu mir gesagt: Kannst du jetzt mal bitte auf die Kiste schießen?“, verriet der deutsche U21-Kapitän über ein Gespräch mit Mittelfeldspieler Joshua Kimmich. Im Training habe er schon oft aufs Tor geschossen, doch im Spiel sei ihm dies bisher nicht gelungen. Kimmich zeigte sich später hocherfreut über die Entwicklung seines jungen Kollegen: „Er freut sich extrem für den jungen Kollegen. Bischof hat sich mit dem Doppelpack belohnt.“

Der Mittelfeldstratege lobte insbesondere die Mentalität Bischofs: „Ein anderer wäre vielleicht enttäuscht gewesen, dass er nicht bei der A-Nationalmannschaft dabei ist. Der Tom ist vom Charakter her anders, fährt zur U21 und will da dann das Maximum herausholen. Diese Einstellung und Mentalität zeichnet ihn aus.“

Perfekte Vorbereitung auf das Champions-League-Duell

Der Sieg in Freiburg war nicht nur ein wichtiger Schritt Richtung Meistertitel in der Bundesliga, sondern lieferte den Bayern auch einen gewaltigen Energieschub für das anstehende Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League bei Real Madrid am Dienstag. „Ich freue mich brutal darauf“, sagte Bischof über das Giganten-Duell mit den Madrilenen und erklärte: „Das sei das perfekteste Spiel als Vorbereitung auf Real gewesen. Das schweißt uns brutal zusammen.“

Bei allem Respekt vor Freiburg müsse man gegen das spanische Starensemble dann aber „noch eine Schippe drauflegen“, forderte der Doppeltorschütze. „Drei, vier vielleicht sogar.“ Sportvorstand Max Eberl äußerte sich nach der Achterbahnfahrt im Europa-Park Stadion optimistisch über die Einsatzchancen des leicht am Sprunggelenk lädierten Kane im Königsklassen-Kracher: „Wir glauben daran, dass es funktioniert.“

Kompany zufrieden mit kämpferischer Leistung

Trainer Vincent Kompany zeigte sich trotz der holprigen Leistung über weite Strecken bester Laune. „Nicht jeder Sieg ist Champagner-Fußball“, kommentierte der Belgier die kämpferische Leistung seiner Mannschaft. Im Rausch waren die Bayern trotzdem – und das zu Recht. Im 13. Pflichtspiel in Serie blieben die Münchner unbesiegt und nähern sich weiter der nächsten Meisterschaft.

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Gleichzeitig jagen sie einem historischen Torrekord nach: Nur noch ein Treffer fehlt den Bayern, um ihre bisherige Bundesliga-Bestmarke von 101 Toren aus der Saison 1971/72 zu egalisieren. Eine Aufgabe, die normalerweise Serienknipser Harry Kane zufallen würde – doch wie das Spiel in Freiburg zeigte, gibt es in München mittlerweile auch andere zuverlässige Torschützen in den eigenen Reihen.

Die Youngster Tom Bischof und Lennart Karl haben bewiesen, dass sie in entscheidenden Momenten Verantwortung übernehmen können. Während Bischof sich weiter ins Zeug legen muss, um Bundestrainer Julian Nagelsmann von einer WM-Nominierung zu überzeugen, ist Offensiv-Ass Karl für das Mega-Event in den USA, Kanada und Mexiko bereits fest eingeplant. Die Zukunft des FC Bayern München scheint in guten Händen zu liegen.