Handball-Meisterschale nach spektakulärem Diebstahl zurück in Berliner Arena
Am Oster-Sonntag 2026 erlebte die Handball-Bundesliga ein echtes Comeback-Wunder. Während die Füchse Berlin ihr Heimspiel gegen Leipzig mit 39:26 dominierten, stand plötzlich ein besonderer Gast in der Hallenmitte: die seit Monaten verschwundene Meisterschale der Daikin HBL.
Die gestohlene Trophäe taucht im Keller auf
Die Geschichte liest sich wie ein Krimi. Im November 2025 wurde die wertvolle Meisterschale aus der Geschäftsstelle der Füchse Berlin gestohlen. Zwar konnten im Januar 2026 zwei Verdächtige festgenommen werden, doch die Trophäe selbst blieb verschollen – bis jetzt. Bei einer routinemäßigen Generalinventur entdeckte ein Praktikant das legendäre Stück im Keller der Füchse-Zentrale am Berliner Gendarmenmarkt. Versteckt hinter mehreren Kartons, die eigentlich an den ehemaligen Ausrüster Puma zurückgeschickt werden sollten, lag die eingeschmolzen geglaubte Schale.
„Es ist unglaublich“, kommentierte ein Vereinsvertreter den Fund. „Wir hatten die Hoffnung schon fast aufgegeben.“ In der Halbzeitpause des Spiels gegen Leipzig wurde die Schale dann den Fans präsentiert – moderiert von Hannah Nitsche (27), die für Dyn, WELT und BILD arbeitet.
Kretzschmars Rückkehr und sportliche Dominanz
Parallel zum Schalen-Comeback feierte auch Stefan Kretzschmar sein Rückkehr. Der ehemalige Sport-Boss der Berliner, der im September entlassen worden war, besuchte zum ersten Mal seitdem wieder ein Füchse-Heimspiel. Als Co-Kommentator für WELT TV, Dyn und BILD.de verfolgte er die Partie aus nächster Nähe.
Seine Prognose erwies sich als treffsicher: „Es wird nicht einfach nur schwer für Leipzig, es wird unmöglich“, hatte Kretzschmar vor dem Spiel prophezeit. Tatsächlich entwickelte sich die Begegnung von Beginn an zur klaren Angelegenheit für den Meister. Nach zehn Minuten führten die Berliner bereits mit 8:3, Jung-Nationaltorwart Lasse Ludwig zeigte mit 19 Paraden eine herausragende Leistung und wurde zum unumstrittenen Spieler des Spiels.
Leipzig-Trainer Frank Carstens versuchte früh, Schadensbegrenzung zu betreiben: „Wir müssen einfach mal das tun, was wir die ganze Woche über machen. Wenn wir eine klare Chance haben, den Ball reintun, und hinten bitte in unserem System verteidigen.“ Doch selbst als Berlins Kreisläufer Mijajlo Marsenic, nicht gerade als Sprint-Wunder bekannt, ein Gegenstoß-Tor erzielte, zeigte sich die Verzweiflung der Gäste. Kapitän Lukas Binder brüllte wütend: „Jungs, dass fucking Marsenic ’nen Konter läuft, ist nicht das, was wir gesagt haben!“
Ein Osterfest der besonderen Art
Zur Halbzeit stand es bereits 20:10 für die Füchse, das Spiel war praktisch entschieden. Kretzschmar, der in seiner Dyn-Sendung „Kretzsche & Schmiso“ zuvor prophezeit hatte, dass Kiel noch Zweiter werden würde – was prompt durch ein 30:30 des THW gegen Eisenach bestätigt wurde – behielt auch diesmal komplett recht.
Die Rückkehr der Meisterschale und Kretzschmars Comeback sorgten für eine emotionale Atmosphäre in der Berliner Halle. Während die Fans die Trophäe bewundern konnten, zeigte die Mannschaft auf dem Feld, warum sie Meister ist. Ein Oster-Sonntag, der in die Handball-Geschichte eingehen wird – nicht nur wegen des klaren Sieges, sondern vor allem wegen des unerwarteten Wiederauffindens der gestohlenen Meisterschale.
Die Füchse Berlin haben damit nicht nur sportlich überzeugt, sondern auch ein Stück Handball-Geschichte zurückgewonnen. Die Schale, die als verloren galt, ist wieder da – und mit ihr ein Stück Identität des Vereins.



