Desaströse Vorstellung der Löwen
Die Basketball Löwen Braunschweig taumeln dem Abstieg in der Easycredit Basketball-Bundesliga entgegen. Im Niedersachsen-Derby bei Rasta Vechta setzte es eine historische 98:120 (50:75)-Klatsche. Besonders bitter: Vechta stellte mit 44 Punkten im zweiten Viertel einen neuen BBL-Rekord für die meisten Punkte in einem Viertel auf. Die Braunschweiger waren völlig überfordert und lagen zwischenzeitlich mit 31 Punkten zurück.
Hoffnung nach drei Siegen zerstört
Nach zuletzt drei Siegen aus vier Spielen hatten die Löwen als Vorletzter wieder Hoffnung geschöpft. Doch die Derby-Demontage machte diese zunichte. Die Aussichten auf den Ligaverbleib sind nun düster: Von den drei verbleibenden Spielen gegen Ludwigsburg, Oldenburg und Chemnitz müssen die Löwen zwei gewinnen, um mit dem Tabellen-16. Jena gleichzuziehen – und gleichzeitig hoffen, dass die Thüringer nicht mehr punkten.
Spieler zeigt sich fassungslos
Braunschweigs Benjamin Schröder zeigte sich nach der Pleite am Dyn-Mikrofon fassungslos: „Die erste Halbzeit... schrecklich. Ich habe noch nie so etwas gesehen. 75 Punkte in einer Halbzeit, das habe ich noch nie erlebt, egal auf welchem Level ich gespielt habe. Und wenn du so eine Halbzeit spielst, kannst du gar nicht mehr zurückkommen.“ Er ergänzte: „Das ist extrem frustrierend. Ich glaube, sie haben nur drei Fehlwürfe in der ersten Halbzeit – das ist geisteskrank. Wir müssen jedes Spiel wie ein Finale sehen und dann lassen wir 75 Punkte in einer Halbzeit zu. Das geht gar nicht.“
Vechta festigt Play-in-Platz
Rasta Vechta hingegen festigte mit dem Sieg seinen Play-in-Platz und kann allmählich für die Post Season planen. Einen Platz in den BBL-Geschichtsbüchern haben sie nach dem denkwürdigen Derby-Abend bereits sicher. Bester Werfer beim Punkte-Festival war Vechtas Alonzo Verge Jr. mit 29 Zählern.



