Jubel in Berlin nach historischer WM-Qualifikation der Türkei
Berlin feiert türkische WM-Qualifikation nach 24 Jahren

Historischer WM-Einzug löst Jubelstürme in Berlin aus

Erstmals seit fast einem Vierteljahrhundert hat sich wieder eine türkische Fußball-Nationalmannschaft für eine Weltmeisterschaft qualifiziert. Der knappe 1:0-Sieg im entscheidenden Playoff-Finale gegen Kosovo am Dienstagabend löste in der deutschen Hauptstadt ausgelassene Feierlichkeiten unter türkischstämmigen Fans aus.

Ausgelassene Stimmung auf Berlins Straßen

Hunderte begeisterte Anhänger der türkischen Mannschaft strömten nach dem Spiel auf die Straßen Berlins, um den historischen Erfolg zu feiern. Besonders am Kurfürstendamm entwickelte sich in den späten Abendstunden eine lebhafte Festatmosphäre. Viele Fans waren mit türkischen Fahnen ausgestattet und bildeten spontane Autokorsos, die durch die Stadt zogen.

Ein Polizeisprecher bestätigte, dass die Feierlichkeiten weitgehend friedlich verliefen. „Vereinzelt wurden Pyrotechnik und Feuerwerkskörper gezündet, aber insgesamt blieb die Situation ruhig und kontrolliert“, berichtete der Beamte. Die Berliner Polizei zeigte sich mit dem Verlauf der spontanen Feiern zufrieden.

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Dramatisches Spiel mit historischer Bedeutung

Das entscheidende Qualifikationsspiel in der kosovarischen Hauptstadt Pristina entwickelte sich zu einer nervenaufreibenden Angelegenheit. Erst in der 53. Spielminute gelang Kerem Aktürkoglu der entscheidende Treffer, der der Türkei eines der letzten verbliebenen Tickets für die WM in Nordamerika sicherte.

Für den deutschen Trainer Franco Foda bedeutet dieser Erfolg den größten Karrierehöhepunkt mit der türkischen Nationalmannschaft. Der Außenseiter Kosovo verpasste hingegen knapp die sensationelle erste WM-Teilnahme in der jungen Geschichte des Balkanstaates.

Rückkehr auf die Weltbühne nach 24 Jahren

Die Qualifikation markiert einen bedeutenden Meilenstein für den türkischen Fußball. Nach den Teilnahmen 1954 und 2002 ist dies erst die dritte WM-Qualifikation in der Geschichte des Landes. Die letzte Teilnahme liegt ganze 24 Jahre zurück, als die Türkei bei der WM in Südkorea und Japan 2002 als Überraschungsmannschaft bis ins Halbfinale vordrang und nach einem 3:2-Sieg gegen Co-Gastgeber Südkorea den dritten Platz belegte.

Damals sorgte die Stürmerlegende Hakan Sükür für Furore. Die aktuelle Mannschaft hofft nun, an diese glorreiche Vergangenheit anknüpfen zu können, wenn sie bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko antritt.

Berlin als Zentrum der Feierlichkeiten

Die ausgelassenen Feiern in Berlin unterstreichen die besondere Bedeutung der türkischen Community in der deutschen Hauptstadt. Schätzungsweise Zehntausende türkischstämmige Menschen leben in Berlin und bilden eine der größten migrantischen Communities der Stadt.

Die spontanen Straßenfeste demonstrieren nicht nur die Fußballbegeisterung, sondern auch die emotionale Verbundenheit vieler Berliner mit ihren kulturellen Wurzeln. Für einen Abend verwandelte sich die deutsche Hauptstadt in ein kleines Stück Türkei, vereint im Jubel über den sportlichen Erfolg der Nationalmannschaft.

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