Blatter attackiert Infantino und Trump: 'Totale Diktatur' bei der FIFA
Blatter kritisiert Infantino und Trump scharf

Ehemaliger FIFA-Boss Blatter übt scharfe Kritik an Nachfolger und US-Präsident

Der frühere FIFA-Chef Joseph S. Blatter hat in einem aktuellen Interview deutliche Worte gefunden und sowohl seinen Nachfolger Gianni Infantino als auch den US-Präsidenten Donald Trump scharf kritisiert. Der 89-jährige Schweizer, der von 1998 bis 2016 an der Spitze des Weltfußballverbandes stand, bezeichnete die aktuellen Zustände bei der FIFA als 'totale Diktatur' und prangerte insbesondere das enge Verhältnis zwischen Infantino und Trump an.

Kritik an Trumps Einfluss auf die Fußball-WM

Im Gespräch mit Radio Canada äußerte Blatter massive Bedenken bezüglich des Einflusses von Donald Trump auf die Planungen zur kommenden Fußball-Weltmeisterschaft. 'Trumps Einmischung in die WM-Planung ist das Schlimmste, was der FIFA passiert ist', erklärte der ehemalige Verbandspräsident entschieden. Er zeigte sich zutiefst besorgt darüber, dass es innerhalb des Verbandes keinen erkennbaren Widerspruch gegen diese Entwicklungen gebe.

Blatter verwies konkret auf Trumps jüngste Drohungen, WM-Spiele aus demokratisch regierten Städten zu verlegen, sowie auf die aggressive Außenpolitik der USA. Die daraus resultierende Debatte über einen möglichen WM-Boykott in Europa kommentierte der Schweizer mit deutlichen Worten: Er kritisierte die aus seiner Sicht 'diffamierende Politik gegenüber allem Fremden' in den Vereinigten Staaten.

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Appell an die FIFA-Mitglieder

Der frühere FIFA-Boss sieht die Mitglieder des Weltverbandes in der Pflicht, sich gegen diese Entwicklungen zu positionieren. 'Warum stehen wir nicht auf?', fragte Blatter rhetorisch und rief die Funktionäre dazu auf, 'aufzustehen und zu sagen, dass das nicht in Ordnung ist'. Er betonte, dass noch Zeit bestehe, um Maßnahmen zu ergreifen, lehnte jedoch die Idee eines kompletten Boykotts der Weltmeisterschaft ab.

Besonders deutlich wurde Blatters Kritik im Zusammenhang mit der umstrittenen Verleihung des 'FIFA-Friedenspreises' an Donald Trump. Der ehemalige Verbandschef zeigte sich unverständlich über diese Entscheidung und monierte: 'Es ist nicht die Aufgabe des Fußball-Weltverbandes, einen solchen Preis zu vergeben'. Er bedauerte zutiefst, dass niemand aus den Reihen der FIFA-Funktionäre öffentlich gegen diesen 'Zirkus' protestiert habe.

Zustände bei der FIFA schlimmer als früher

Trotz der zahlreichen Korruptionsskandale, die während seiner eigenen Amtszeit an die Öffentlichkeit gekommen waren, bewertet Blatter die aktuellen Verhältnisse bei der FIFA als noch problematischer. Er beschrieb ein Klima der Einschüchterung, in dem Funktionären heute 'Handschellen' angelegt würden. Überall würden den Mitarbeitern 'Geld oder Aufstiegsmöglichkeiten angeboten, um sie zum Schweigen zu bringen'.

Die enge und teilweise kritisierte Beziehung zwischen FIFA-Präsident Gianni Infantino und US-Präsident Donald Trump im Vorfeld der WM 2026, die in den USA, Mexiko und Kanada stattfinden wird (11. Juni bis 19. Juli), stellt für Blatter ein besonderes Problem dar. Der ehemalige Verbandschef fordert eine klare Positionierung der internationalen Fußballgemeinschaft gegen diese Entwicklungen und mahnt zu mehr Mut und Zivilcourage innerhalb des Verbandes.

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