St. Paulis Trainer Blessin sieht Gelb nach Schiedsrichter-Kritik
Ein Punktgewinn, aber keine Entspannung im Abstiegskampf: Der FC St. Pauli ist nach dem 0:0 gegen Eintracht Frankfurt durch den Sieg des SV Werder Bremen bei Union Berlin (4:1) wieder auf den gefährlichen Relegationsplatz 16 abgerutscht. Trainer Alexander Blessin (52) zeigte sich mit dem Punkt zufrieden, äußerte jedoch deutliche Kritik an Schiedsrichter Felix Zwayer (44).
Blessin: "Jeder Punkt tut gut, aber die Entscheidungen waren ärgerlich"
"Den Punkt nehmen wir einfach mit. Der wird uns am Ende weiterhelfen. Es wird ein ganz enges Rennen bis zum letzten Spieltag, da tut jeder Punkt gut", erklärte Blessin nach dem Spiel. Die Mannschaft habe in der ersten Halbzeit gute Leistungen gezeigt und durchaus in Führung gehen können. Gleichzeitig betonte er: "Ich habe nur wenig Chancen der Frankfurter gesehen."
Doch die Zufriedenheit mit der Mannschaftsleistung stand im Kontrast zur Unzufriedenheit mit dem Unparteiischen. Blessin holte zwar keine große Schiedsrichter-Schelte heraus, machte aber deutlich: "Es sind viele Situationen gewesen, wo ich mich tierisch aufgeregt habe, weil gefühlt jede 50-50-Situation gegen uns gepfiffen wurde."
Emotionale Reaktion führt zu Gelber Karte
Die Frustration über die Schiedsrichterentscheidungen entlud sich in der Nachspielzeit, als Blessin ein Foul lautstark monierte. Schiedsrichter Zwayer ahndete das Verhalten mit einer Gelben Karte für den Trainer. "Ein Spiel kann durch solche Entscheidungen schnell kippen. Das ist dann ärgerlich", so Blessin. "Ich bin froh, dass wir uns davon nicht anstecken lassen haben."
Die Gelbe Karte sorgte zunächst für Verunsicherung bei Blessin, der hinterher klären musste, wie viele Verwarnungen er in dieser Saison bereits erhalten hatte. Die Befürchtung, es handele sich bereits um die dritte Gelbe Karte mit folgender Sperre, bestätigte sich nicht: Es war erst seine zweite Verwarnung in dieser Spielzeit.
Abstiegskampf bleibt extrem eng
Sportlich bleibt die Situation für St. Pauli angespannt. Durch den gleichzeitigen Sieg des SV Werder Bremen rutschten die Hamburger trotz des eigenen Punktgewinns wieder auf Platz 16 ab. In der vergangenen Saison wurde Blessin einmal gesperrt, was er diesmal unbedingt vermeiden möchte. Der Kampf um den Klassenerhalt verspricht bis zum letzten Spieltag spannend zu bleiben, wobei jeder einzelne Punkt über Aufstieg, Relegation oder Abstieg entscheiden könnte.



