VfL Bochum: Drei Siege zum Klassenerhalt - Rösler erweckt den Pott-Klub zum Leben
Die magische 40-Punkte-Marke rückt in greifbare Nähe. Der VfL Bochum benötigt noch drei Rettungs-Siege, um diese Marke und damit den Klassenerhalt in der Zweiten Bundesliga zu erreichen. Der Glaube an dieses Ziel sowie an die Qualität der Mannschaft ist berechtigterweise groß. Ein wesentlicher Grund dafür ist Trainer Uwe Rösler, der den Pott-Klub vor dem drohenden Doppel-Abstieg bewahrt hat.
Die Rettungsmission von Uwe Rösler
Vor genau 17 Zweitliga-Spielen übernahm der 57-jährige Ex-Düsseldorfer in einer absoluten Notsituation. Damals standen nur drei Punkte aus acht Spielen zu Buche – eine existenzbedrohende Lage für den Verein. Mit seiner VfL-Premiere gegen Hertha BSC, die mit einem 3:2-Erfolg endete, leitete Rösler den entscheidenden Umschwung ein. Am Samstagabend (20.30 Uhr, live bei Sky und RTL) ist Bochum nun erneut in der Hauptstadt zu Gast. Dieses Spiel markiert den Auftakt in die persönliche „Rösler-Rückrunde“, deren bisherige Bilanz sich durchaus sehen lassen kann.
Vom Tabellenkeller ins Mittelfeld
Unter Röslers Führung punktete sich der VfL mit einer Quote von 1,71 Zählern pro Liga-Spiel aus dem Tabellenkeller ins Mittelfeld der Zweiten Bundesliga. Das anfänglich negative Torverhältnis von 8:15 Toren wurde deutlich verbessert und steht nun bei 35:32. Diese Entwicklung zeigt, dass sowohl die Abwehr als auch die Offensive des Teams spürbar stabiler geworden sind. Auch wenn sich im kommenden Sommer-Transferfenster sicherlich einige personelle Veränderungen ergeben werden, kann Rösler bereits jetzt abschätzen, welche Spieler für eine mögliche Aufstiegs-Attacke in der nächsten Saison geeignet erscheinen. Fest steht: Der Pott-Klub will in der kommenden Spielzeit unbedingt in höheren Tabellenregionen angreifen.
Personelle Herausforderungen vor dem Hertha-Spiel
Noch ist nicht abschließend geklärt, auf wen Rösler im wichtigen Auswärtsspiel bei Hertha BSC zurückgreifen kann. Gerrit Holtmann fehlte am Dienstag aufgrund einer Wade-Verletzung im Training und droht erneut auszufallen. Mats Pannewig, der am vergangenen Samstag den Siegtreffer erzielte, muss aufgrund einer Gelbsperre definitiv passen. Callum Marshall trainierte zwar individuell, da er mit einer Zehverletzung zu kämpfen hat, soll aber wieder mithelfen können. Gegen Lautern erzielte der toughe Nordire trotz Schmerzen das wichtige Zwischen-2:2 – genau die Mentalität, die Rösler von seinen Spielern erwartet. Wer sich davon überzeugen möchte, ob Marshall wieder mit der Mannschaft trainiert, hat dazu letztmals am Mittwoch um 11 Uhr Gelegenheit. Danach bereitet sich die Rösler-Truppe hinter verschlossenen Toren intensiv auf das Duell in Berlin vor.



