Vom Eintracht-Flop zum WM-Gegner: Elye Wahis erstaunliche Karrierewende
Elye Wahi: Vom Frankfurt-Flop zum WM-Gegner Deutschlands

Vom Eintracht-Flop zum WM-Gegner: Elye Wahis erstaunliche Karrierewende

Elye Wahi beeindruckt nach seinem Abschied von Eintracht Frankfurt mit starken Leistungen bei OGC Nizza. Nun steht der 23-jährige Angreifer unmittelbar vor seinem Debüt für die ivorische Nationalmannschaft, die bei der anstehenden Weltmeisterschaft in der gleichen Gruppe wie Deutschland spielt. Diese Entwicklung markiert eine bemerkenswerte Wende in der Karriere des jungen Fußballers.

Ein Comeback mit Traumtor und viralem Spionageversuch

Nach einer einmonatigen Zwangspause aufgrund einer Knöchelverletzung feierte Wahi am 14. März ein eindrucksvolles Comeback. In der Partie gegen SCO Angers bereitete er kurz nach seiner Einwechslung das Führungstor vor und krönte seine Leistung mit einem spektakulären Treffer aus über 35 Metern Entfernung zum 2:0-Endstand. Es war bereits sein viertes Tor seit dem Wechsel an die Côte d’Azur, erzielt in nur 403 Einsatzminuten in der Ligue 1.

Allerdings sorgte Wahi auch abseits des Platzes für Schlagzeilen. In einem Spiel gegen Paris Saint-Germain stellte er sich neben PSG-Trainer Luis Enrique, der taktische Anweisungen gab, und lauschte interessiert – eine Aktion, die per Handyvideo viral ging und ihm scherzhaft eine gescheiterte Bewerbung beim französischen Geheimdienst DGSE einbrachte, wie das Magazin So Foot berichtete. Trotz dieses ungewöhnlichen Moments verlor Nizza das Spiel deutlich mit 0:4.

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Die enttäuschende Zeit in Frankfurt und die menschliche Komponente

Im Januar 2025 hatte sich Eintracht Frankfurt für satte 26 Millionen Euro die Dienste von Elye Wahi gesichert, verknüpft mit großen Erwartungen, die jedoch nicht erfüllt wurden. In 25 Pflichtspielen gelang dem Angreifer im Trikot der Eintracht nur ein einziges Tor im DFB-Pokal gegen den unterklassigen FV Engers. Hinzu kamen Unstimmigkeiten mit dem damaligen Trainerteam und den Verantwortlichen des Klubs.

Frankfurts Sportvorstand Markus Krösche äußerte sich im ZDF-Sportstudio verständnisvoll: „Wir müssen immer wissen, dass wir im Fußball mit Menschen arbeiten, das sind keine Maschinen.“ Er betonte die Herausforderungen für junge Spieler in einem neuen Umfeld mit anderer Sprache und Kultur, wo Integration Zeit benötigt, die im Profifußball oft nicht gegeben ist. „Diese Zeit gibt es im Fußball nicht, du musst halt funktionieren“, so Krösche weiter.

Über Wahis aktuelle Erfolge bei Nizza sagte der Eintracht-Boss: „Manchmal kannst du diese Dinge nicht vorhersagen, weil das Thema Mensch und Wohlfühlen die Basis dafür geben, Leistung zu bringen.“ Die bis Saisonende laufende Leihe enthält keine Kaufoption, doch französische Medien berichten, dass Nizza Wahi gern weiterhalten möchte, während Frankfurt angesichts der hohen Ablöse keinen großen finanziellen Verlust anstrebt.

Das Debüt für die Elfenbeinküste und die WM-Perspektive

Elye Wahi hat sich nun für die ivorische Nationalmannschaft nominiert, nachdem er kürzlich seinen Pass beantragt hatte. In den Testspielen gegen Südkorea am Samstag und Schottland am 31. März könnte der ehemalige französische U21-Nationalspieler sein Debüt für die „Elefanten“ feiern. Sein Trainer Claude Puel berichtete vergangene Woche: „Er hat sich Ziele gesetzt, die er bis zum Saisonende erreichen will – vielleicht mit seiner Nationalmannschaft, vielleicht mit seinem Verein, mit einem neuen Verein, vielleicht mit uns – man weiß nie…“

Legt Wahi bei der Elfenbeinküste einen ähnlich beeindruckenden Einstand hin wie in Nizza, könnte er noch auf den WM-Zug aufspringen. Damit würde er womöglich im zweiten Gruppenspiel gegen Deutschland auf dem Platz stehen und von einem enttäuschenden Kapitel in Frankfurt zu einem potenziellen Schrecken für die deutsche Nationalmannschaft werden. Diese Karrierewende unterstreicht die Unberechenbarkeit des Fußballs und die Bedeutung des menschlichen Faktors im Profisport.

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