Bolivien und Jamaika nur noch einen Sieg von der WM-Teilnahme entfernt
Im spannenden Halbfinale der Fußball-WM-Playoffs haben sich sowohl Bolivien als auch Jamaika durchgesetzt und stehen damit nur noch einen Sieg von der begehrten Teilnahme an der Weltmeisterschaft entfernt. Die Entscheidungsspiele fanden in Mexiko statt, wo insgesamt zwei WM-Tickets vergeben werden.
Boliviens spätes Comeback gegen Suriname
Bolivien erkämpfte sich einen hart umkämpften 2:1-Sieg gegen Suriname, das mit Mainz-05-Profi Sheraldo Becker antrat. Nach einer torlosen ersten Halbzeit ging Suriname überraschend in Führung, als Liam van Gelderen in der 48. Minute traf. Doch die Bolivianer zeigten Moral: Der erst 18-jährige Moises Paniagua glich in der 72. Minute aus, bevor Miguel "Miguelito" Terceros nur sechs Minuten später per Elfmeter den Siegtreffer erzielte. Bundesliga-Profi Becker kam in der Schlussphase für Suriname noch zum Einsatz, konnte in der langen Nachspielzeit aber keine Wende mehr herbeiführen.
Jamaikas souveräner Sieg dank Torwartfehler
Jamaika setzte sich mit 1:0 gegen Neukaledonien durch, wobei Bailey Cadamarteri in der 18. Minute von einem gravierenden Patzer des gegnerischen Torwarts Rocky Nyikeine profitierte. Das Team um Ex-Leverkusen-Profi Leon Bailey, der in der 68. Minute eingewechselt wurde, dominierte das Spiel zwar deutlich, musste aber immer wieder gefährliche Vorstöße des kleinen Inselstaates abwehren.
Die entscheidenden Finalbegegnungen stehen fest
Bolivien trifft nun in der deutschen Nacht zu Mittwoch im WM-Stadion von Monterrey auf den Irak. Der Sieger dieses Duells qualifiziert sich direkt für die WM in Mexiko, Kanada und den USA und würde in der hochkarätigen Gruppe I gegen Fußball-Größen wie Frankreich, Senegal und Norwegen antreten.
Jamaika bestreitet sein Finale kommende Woche in Guadalajara gegen die DR Kongo. Der Gewinner dieser Partie erhält das Ticket für die WM-Gruppe K, wo unter anderem Portugal als Gegner wartet. Beide Nationen stehen damit kurz vor einem historischen Erfolg, während für Bundesliga-Profi Sheraldo Becker die WM-Träume vorerst geplatzt sind.



