Borussias Wundertüte: Was Polanski jetzt von Honorat erwartet
Die aktuelle Saison ist für Franck Honorat (29) bei Borussia Mönchengladbach bisher nicht die erhoffte Erfolgsgeschichte. Der eigentlich gesetzte Franzose wurde vor der wichtigen Partie am 26. Bundesliga-Spieltag gegen St. Pauli sogar aus der Startelf verbannt – eine Entscheidung von Trainer Eugen Polanski (40), die sich zunächst auszuzahlen schien.
Wechselhafte Leistungen mit Lichtblicken
Nach seiner Einwechslung gegen St. Pauli explodierte Honorat endlich und erzielte mit dem 2:0-Endstand seinen ersten Saisontreffer. Es folgte eine ordentliche Leistung im Derby in Köln (3:3), wo Honorat das Blitz-Tor von Jens Castrop (22) vorbereitete. Doch die Formkurve des Stürmers zeigte beim 2:2 gegen Heidenheim bereits wieder nach unten, obwohl er mit einem abgefälschten Schuss sogar noch den Endstand erzielt hatte. In Leipzig war dann wieder gar nichts von ihm zu sehen – die Wundertüte Honorat bleibt unberechenbar.
Polanski fordert mehr Konstanz
Fohlen-Coach Eugen Polanski (40) hofft darauf, dass der Franzose endlich wieder konstant zu seiner alten Form findet: „Es ist nicht so, dass wir völlig unzufrieden mit ihm sind. Aber wir wissen auch, dass er deutlich mehr leisten und deutlich produktiver sein kann. Mit und gegen den Ball. Franck will unbedingt. Und deshalb ärgert es ihn am meisten. Wir müssen einfach schauen, dass wir seine Stärken wieder mehr auf den Platz bringen.“
Honorat denkt über Zukunft nach
Zumal sich Honorat vor einigen Wochen in einem Interview in seinem Heimatland selbst unter Druck gesetzt hatte. Dort erklärte der Gladbach-Profi, dass er sich nach dieser Saison trotz seines Vertrags bis 2029 einen Abschied aus der Bundesliga vorstellen könnte. Honorat in dem Sportportal „Foot Mercato“: „Ganz ehrlich, mir geht es gut in Deutschland. Aber man weiß nie, was die Zukunft bringt. Ich habe meine Zeit hier verbracht, habe so ziemlich alles gesehen. Wenn ich drei Monate lang alles gebe und ein Verein aus der Champions League oder der Europa League anklopft – warum nicht? Es wäre ein Traum für mich, im Europapokal zu spielen.“
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Honorat die Erwartungen von Trainer Polanski erfüllen und seine wechselhaften Leistungen in beständige Stärke verwandeln kann. Für Borussia Mönchengladbach wäre ein konstanter Honorat ein wichtiger Baustein im Kampf um die europäischen Plätze.



