Skandalspiel in Brasilien: 23 Rote Karten nach Massenschlägerei im Finale
Brasilien-Finale: 23 Rote Karten nach Massenschlägerei

Skandalspiel in Brasilien: 23 Rote Karten nach brutaler Massenschlägerei

Das Finale der Staatsmeisterschaft von Minas Gerais zwischen Cruzeiro und Atlético Mineiro ist in einem beispiellosen Skandal geendet. In der Nachspielzeit eskalierte die Partie vollständig, als eine Auseinandersetzung zwischen zwei Spielern in eine wilde Massenschlägerei überging. Das Resultat war historisch: Der Schiedsrichter zeigte insgesamt 23 rote Karten.

Emotionen kochen über: Vom Foul zur Schlägerei

Auslöser des Tumults war ein Zusammenstoß zwischen Cruzeiro-Angreifer Christian und Atlético Mineiro-Torwart Éverson in der Schlussphase bei einem Stand von 1:0 für Cruzeiro. Christian stolperte bei einem Abpraller in den Torwart, woraufhin Éverson gewaltsam reagierte. Der Torhüter warf Christian zu Boden und fixierte ihn mit den Knien auf dem Rasen.

Sofort eilten Cruzeiro-Spieler ihrem Teamkollegen zu Hilfe und stießen Éverson seinerseits zu Boden, wobei dieser gegen den Pfosten prallte. Innerhalb von Sekunden breitete sich die Gewalt über das gesamte Spielfeld aus. Selbst Sicherheitskräfte der Teams und die anwesende Militärpolizei konnten die völlig außer Kontrolle geratenen Spieler nicht beruhigen.

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Prominente Akteure mitten im Chaos

Unter den Beteiligten befanden sich zwei besonders bekannte Gesichter: Die brasilianische Fußballlegende Hulk, 39 Jahre alt, und der 17-jährige Kauã Prates, der im Sommer für eine Ablösesumme von 12 Millionen Euro zu Borussia Dortmund wechseln wird. Hulk schlug in der Hitze des Gefechts Cruzeiro-Spieler Lucas Romero heftig auf den Hinterkopf, woraufhin dieser zu Boden ging. Ein Teamkollege versuchte, sich für Romero zu revanchieren, und trat nach Hulk, der wiederum zurückschlug.

Nach etwa zehn Minuten purem Chaos begann sich die Lage langsam zu beruhigen. Der Schiedsrichter Matheus Delgado Candancan brach die Partie schließlich ab. Das offizielle Ergebnis lautete 1:0 für Cruzeiro, doch die eigentliche Bilanz des Abends waren die 23 Platzverweise, die nach Spielende ausgesprochen wurden.

Hulk entschuldigt sich, gibt aber Schiedsrichter Mitschuld

Nach dem Spiel äußerte sich Hulk zu den Vorfällen. Der Stürmer entschuldigte sich bei den Fans, machte aber gleichzeitig den Unparteiischen für die Eskalation mitverantwortlich. „Ich habe dem Schiedsrichter schon zu Beginn des Spiels gesagt, dass es Ärger geben würde. Er hatte keine Persönlichkeit. Wenn er einen, zwei oder drei Spieler vom Platz stellen muss, dann soll er das tun! Er hatte Angst, das Finale zu pfeifen“, kritisierte Hulk.

Weiter fügte er hinzu: „Ich kann mich nicht erinnern, jemals an Gewalttaten in einem Spiel beteiligt gewesen zu sein. Ich werde nicht müde werden, mich zu entschuldigen. Wir versuchen zu beschwichtigen, aber wenn man heißblütig ist und sieht, wie ein Mitspieler angegriffen wird, reagiert man automatisch. Aber es hätte vermieden werden können.“

Das Skandalspiel wird als einer der unrühmlichsten Momente in der jüngeren Geschichte des brasilianischen Fußballs in Erinnerung bleiben und wirft Fragen nach der Disziplin und der Kontrolle bei hoch emotionalen Begegnungen auf.

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