Jugendliche in Anklam gestalten ihren Jugendclub selbst und übernehmen Verantwortung
Anklamer Jugendliche gestalten ihren Club selbst

Junge Anklamer gestalten ihren Jugendclub aktiv mit

Fast jeden Tag sind die drei Jugendlichen Marvin Dietmann (15 Jahre), Toni Miller (14) und Jonas Gohlike (14) im ASB-Jugendclub „Mühlentreff“ in der Mühlenstraße anzutreffen. Dort treffen sie sich mit Freunden, spielen Tischtennis oder entspannen einfach. Doch die drei Jungs und einige ihrer Freunde sind besonders engagiert, wie Clubleiter Roderich „Rodi“ Eichel berichtet. Sie geben nämlich etwas an ihre Einrichtung zurück.

Freiwilliges Engagement für das Außengelände

Ganz von sich aus haben die Jugendlichen in diesem Frühjahr begonnen, das Außengelände des Jugendclubs auf Vordermann zu bringen. Sie haben sogar eigenständig ein Hochbeet gebaut, ohne dazu aufgefordert worden zu sein. „Genau das schätzen wir am 'Mühlentreff'“, sagen die drei. „Wir können hier selbstständig tätig werden und uns ohne fremde Hilfe ausprobieren.“ Der Clubleiter freut sich über dieses freiwillige Engagement, das zeigt, wie wohl sich die jungen Leute in der Einrichtung fühlen.

Wunsch nach mehr Freizeitangeboten in Anklam

Trotz der positiven Erfahrungen im „Mühlentreff“ wünschen sich die Jugendlichen mehr Angebote für Gleichaltrige in Anklam. „Ein Club oder eine Disco am Wochenende wäre toll, wenn unser Jugendclub geschlossen ist“, meinen sie. Aktuell bleiben oft nur Optionen wie Fußballspielen, Ausflüge nach Greifswald oder der Rewe-Parkplatz in Anklam, der sich zu einem inoffiziellen Jugendtreff entwickelt hat. Dieser Umstand wird auch in einem Theaterprojekt der Schillerschule thematisiert, das am Sonnabend, 28. März, im Anklamer Theater Premiere feiert.

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Zukunftspläne und Berufswünsche der Jugendlichen

Abgesehen von mehr Freizeitmöglichkeiten bräuchte es eigentlich nicht viel mehr, so die drei. Sie planen nicht, die Region oder das Land nach der Schule zu verlassen. Stattdessen kümmern sie sich aktiv um Praktikumsplätze bei Unternehmen in der Region und haben konkrete Berufswünsche:

  • Marvin Dietmann möchte Erzieher oder Straßenwärter werden.
  • Toni Miller und Jonas Gohlike zieht es in die Landwirtschaft.

Bis dahin genießen sie ihre freie Zeit im gut ausgestatteten „Mühlentreff“. Wenn sie allerdings einen Wunsch frei hätten, dann wäre es eine Dartscheibe für den Club.

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