Braunschweig verliert entscheidendes Kellerduell gegen Münster
In einem hochbrisanten Abstiegsduell der 2. Fußball-Bundesliga hat Eintracht Braunschweig eine bittere Niederlage hinnehmen müssen. Der neue Tabellen-16. unterlag dem bisherigen Tabellen-16. Preußen Münster vor heimischer Kulisse mit 1:2 (0:0). Diese Niederlage verschärft die Krise der Eintracht erheblich, während Münster nach neun sieglosen Spielen endlich wieder einen Dreier einfahren konnte.
Dramatische Wende innerhalb von vier Minuten
Das Spiel nahm in der Schlussphase eine dramatische Wendung. Nachdem Lukas Frenkert, ein gebürtiger Münsteraner und langjähriger Preußen-Spieler, in der 56. Minute mit einem Kopfball die Führung für Braunschweig erzielt hatte, drehte Münster das Spiel innerhalb von nur vier Minuten. Jorrit Hendrix traf in der 71. Minute zum Ausgleich, ehe Oliver Batista Meier nur vier Minuten später den Siegtreffer für die Gäste markierte.
„Ich habe gefühlt schon wieder vergessen, dass ich heute ein Tor geschossen habe“, äußerte sich Frenkert nach dem Spiel frustriert gegenüber Sky. „Wir sind heute alle bedient. Meines Erachtens ist das eine der bittersten Niederlagen, die wir in dieser Saison kassiert haben.“
Glück in der ersten Halbzeit und verpasste Chancen
Vor 21.358 Zuschauern in Braunschweig hatte die Eintracht in der ersten Halbzeit noch viel Glück. In der 43. Minute schien Münster durch Batista Meier in Führung zu gehen, nachdem Torwart Elhan Kastrati und Linksverteidiger Leon Bell Bell einen schweren Patzer begangen hatten. Der Videobeweis zeigte jedoch, dass Münsters Stürmer den Ball zuvor mit dem Arm mitgenommen hatte, weshalb das Tor nicht anerkannt wurde.
Abgesehen von dieser Szene und den beiden Gegentoren hatten die Braunschweiger durch Erencan Yardimci (24.) und Patrick Nkoa (45.+3) die besten Chancen des Spiels. Doch offensiv blieb die Eintracht insgesamt zu harmlos und ungefährlich.
Besorgniserregende Bilanz und steigender Druck
Die Niederlage setzt die bedenkliche Formkurve der Braunschweiger fort. Von acht Rückrunden-Spielen hat das Team von Trainer Heiner Backhaus nur eines gewonnen. Frenkert betonte zwar: „Wir haben noch zehn Spiele vor uns. Es sind noch 30 Punkte zu holen.“ Doch er räumte auch ein: „Aber wir müssen wieder anfangen, zu punkten. Hinten heraus wird der Druck immer größer.“
Ein weiterer Nebenaspekt des Spiels war die Gelb-Rote Karte für Münsters ehemaligen Braunschweiger Paul Jaeckel in der 88. Minute. Dieser Ausschluss kam für die Gäste jedoch zu spät, um noch Einfluss auf das Ergebnis zu nehmen.
Mit diesem Sieg katapultiert sich Münster aus dem direkten Abstiegskampf, während Braunschweig nun als neuer Tabellen-16. unter noch größerem Druck steht. Die kommenden Spiele werden zeigen, ob die Eintracht die Wende schaffen kann oder ob der Absturz in die unteren Tabellenregionen weitergeht.



