Deutsche Fußball-Liga veröffentlicht umfassenden Nachhaltigkeitsbericht für Profi-Clubs
Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat ihren aktuellen Bericht zur Nachhaltigkeit in der 1. und 2. Bundesliga vorgelegt und zieht eine durchweg positive Zwischenbilanz. Die 36 Profivereine zeigen demnach bemerkenswerte Fortschritte bei ökologischen und sozialen Themen, die weit über den reinen Sportbetrieb hinausgehen.
Energiewende im Profifußball: 80 Prozent Ökostrom und 15 komplett grüne Vereine
Laut den offiziellen Angaben der Clubs decken die Bundesliga-Vereine mittlerweile 80 Prozent ihres gesamten Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energiequellen. Besonders beeindruckend: 15 Vereine setzen bereits vollständig auf grünen Strom und haben ihre Energieversorgung komplett auf nachhaltige Quellen umgestellt. Die Daten basieren auf den Unterlagen, die im Rahmen des Lizenzierungsverfahrens für die Saison 2025/26 eingereicht wurden.
Insgesamt stammen 39 Prozent der jährlich verbrauchten Energie aller Clubs aus erneuerbaren Quellen. Ein weiterer wichtiger Bereich ist die nachhaltige Mobilität der Fans: Alle 36 Vereine fördern aktiv umweltfreundliche An- und Abreisemöglichkeiten, was angesichts der erheblichen Treibhausgasemissionen durch Fanreisen von besonderer Bedeutung ist.
Vegane Ernährung und regionale Produkte im Stadion
Der Bericht „Bundesliga wirkt - Nachhaltigkeit im deutschen Profifußball“ offenbart auch erfreuliche Entwicklungen im gastronomischen Bereich. An einem durchschnittlichen Spieltag sind vier von zehn angebotenen Mahlzeiten vegan oder vegetarisch. Zudem stammt knapp die Hälfte aller Speisen aus regionaler Produktion, was Transportwege verkürzt und lokale Wirtschaftskreisläufe stärkt.
DFL-Geschäftsführer Marc Lenz betont: „In den vergangenen Jahren hat sich viel getan: Wir sehen, dass die zunehmende Integration von Nachhaltigkeit in den Profifußball konkrete Fortschritte gebracht hat.“ Jeder Club verfügt mittlerweile über eine eigene Nachhaltigkeitsstrategie und hat eine speziell dafür verantwortliche Person benannt.
Soziale Verantwortung: Programme gegen Diskriminierung und für Inklusion
Neben den ökologischen Aspekten legt der Bericht besonderen Wert auf die gesellschaftliche Verantwortung der Vereine. Alle Clubs führen diverse Programme gegen Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus durch und engagieren sich für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Zusätzlich verfügt jeder Verein über spezielle Fanbeauftragte, die sich den Themenfeldern Inklusion und Vielfalt widmen.
Diese umfassenden Maßnahmen zeigen, dass Nachhaltigkeit im deutschen Profifußball mittlerweile als ganzheitliches Konzept verstanden wird, das ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte gleichermaßen berücksichtigt und die Vorbildfunktion des Sports für die Gesellschaft unterstreicht.



