Bundesliga-Wochenende: Frankfurt trotzt Stürmer-Not, HSV feiert historischen Sieg
Bundesliga: Frankfurt siegt trotz Verletzungspech, HSV feiert

Bundesliga-Samstag mit spektakulären Ergebnissen und historischen Momenten

Das jüngste Bundesliga-Wochenende bot packende Fußballspiele mit überraschenden Wendungen und bemerkenswerten Statistiken. Während Eintracht Frankfurt trotz massiver personeller Engpässe glänzte, feierte der Hamburger SV ein besonderes Jubiläum mit einem verdienten Heimsieg.

Frankfurts souveräner Sieg trotz Stürmer-Notlage

Eintracht Frankfurt setzte sich am Samstag mit einem überzeugenden 3:0-Erfolg gegen Borussia Mönchengladbach durch – und das trotz einer dramatischen Stürmer-Situation. Bereits in der 11. Spielminute musste Angreifer Kalimuendo nach einem Zusammenprass mit Gladbachs Torhüter Nicolas verletzt ausgewechselt werden. Da mit Burkardt, Ebnoutalib und Batshuayi bereits drei weitere Stürmer verletzt fehlten, stand Trainer Albert Riera plötzlich ohne einzigen klassischen Angreifer da.

Doch die Frankfurter bewiesen Kampfgeist und ließen sich von der misslichen Lage nicht beirren. Verteidiger Nathaniel Brown eröffnete in der 24. Minute die Toreflut und traf damit bereits zum zweiten Mal unter dem neuen Trainer Riera. Der 43-jährige Spanier hatte bei seinem Amtsantritt großspurig angekündigt, die Mannschaft komplett umzukrempeln, und scheint seine Spieler tatsächlich hinter sich zu vereinen.

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Weitere Treffer durch Amaimouni-Echghouyab (34.) und Knauff (75.) besiegelten den verdienten Heimsieg, der Frankfurt wichtige Punkte im Mittelfeld der Tabelle einbrachte. Die Eintracht muss nun allerdings mit ihrer Stürmer-Notlage umgehen, denn bereits am nächsten Wochenende steht das schwierige Auswärtsspiel beim FC Bayern München an.

HSV feiert historischen Jubiläumssieg gegen Union Berlin

Der Hamburger SV gewann sein 1.887. Bundesliga-Spiel mit 3:2 gegen Union Berlin – eine besondere Zahl, denn genau 1887 wurde der traditionsreiche Verein gegründet. Die Partie entwickelte sich zu einem echten Krimi mit emotionalen Höhen und Tiefen.

Union-Stürmer Andrej Ilic verpasste in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit eine traumhafte Chance, als er nach einem Fehler von HSV-Keeper Heuer-Fernandes auf das leere Tor schoss, aber den Ball am Pfosten vorbeileitete. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte der Serbe in dieser Saison von 36 Torschüssen keinen einzigen Treffer erzielt und damit die schwächste Abschluss-Effizienz der gesamten Liga.

Doch Ilic ließ sich nicht unterkriegen und erzielte in der zweiten Halbzeit nach einem Laufduell mit Mikelbrencis sein erstes Saisontor in seinem 21. Bundesliga-Einsatz. Dieser Befreiungsschlag reichte Union Berlin jedoch nicht zum Punktgewinn, denn der HSV setzte sich dank eines Doppelpacks von Königsdörffer (35. und 82. Minute) und einem Treffer von Capaldo (45.+2) durch und feierte damit den perfekten Jubiläumserfolg.

Leverkusen und Hoffenheim mit klaren Heimsiegen

Bayer Leverkusen feierte gegen den FC St. Pauli nicht nur Karneval, sondern auch eine überzeugende 4:0-Heimniederlage der Gäste. Die Werkself schenkte sich dabei das 1:0 selbst, als ein Kopfball von Quansah von Torhüter Vasilijs Oberschenkel abprallte und über die Linie sprang (13.). Weitere Treffer von Schick (14.), Tapsoba (52.) und Poku (78.) besiegelten den klaren Erfolg, der Leverkusen vorerst auf den begehrten 4. Champions-League-Platz katapultierte.

St. Pauli hingegen bleibt auf dem gefährlichen 17. Tabellenplatz und sieht seine Mission Klassenerhalt von Woche zu Woche schwieriger werden.

Ebenfalls überzeugend präsentierte sich die TSG Hoffenheim, die mit 3:0 gegen den SC Freiburg gewann und damit eine neun Spiele andauernde Sieglos-Serie gegen den badischen Rivalen beendete. Interessanterweise verlängerte Freiburg die Halbzeitpause um sieben Minuten, was den Hoffenheimern möglicherweise in die Karten spielte.

Die Tore erzielten Asllani (46.), Kabak (51.) und Gendrey (90.+5). Mit diesem Erfolg festigt Hoffenheim seine Position als „Best-of-the-Rest“ der Bundesliga und liegt auf dem starken 3. Platz hinter Bayern München und Borussia Dortmund. Freiburg kämpft derweil bestenfalls noch um Platz sieben, der zur Teilnahme an der Conference League berechtigen könnte.

Insgesamt bot das Bundesliga-Wochenende damit eine Mischung aus dramatischen Wendungen, historischen Momenten und überzeugenden Mannschaftsleistungen, die die Spannung in der Liga weiter anheizt.

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