Der Schweizer Trainer Mauro Lustrinelli (50) ist derzeit der gefragteste Mann im europäischen Fußball. Nach seinem sensationellen Aufstieg mit dem FC Thun in die erste Liga und dem direkten Meistertitel als Aufsteiger – eine Leistung, die in der Schweiz seit 74 Jahren keinem Verein gelang – steht der Tessiner nun im Fokus mehrerer Bundesliga-Klubs. Laut BILD-Informationen kann Thun den Erfolgsmacher nicht halten, da mit dem Verein sportlich keine weiteren Steigerungen möglich sind. Obwohl Lustrinelli noch einen Vertrag bis 2028 im Berner Oberland besitzt, dürfte dies kein Hindernis sein, sollte er sich für ein Abenteuer in Deutschland entscheiden. Gegenüber dem „Tagesanzeiger“ äußerte er sich zu möglichen Angeboten: „Ich kann nicht in die Zukunft schauen. Morgen kommt Real Madrid und braucht einen Trainer.“ Für Unions Sport-Boss Horst Heldt (56) wäre der Schweizer ein echter Coup. Aus der Schweiz ist zu hören, dass sich insgesamt sechs Bundesliga-Klubs mit dem Erfolgstrainer beschäftigen oder beschäftigt haben.
Sechs Bundesliga-Trainer wackeln
Neben Union Berlin sucht auch Eintracht Frankfurt intensiv nach einem neuen Coach. Trainer Albert Riera (44) muss im Sommer gehen, könnte sogar schon vor dem letzten Heimspiel gegen Dortmund entlassen werden. Auch bei Borussia Mönchengladbach, dem FC Augsburg, St. Pauli und dem VfL Wolfsburg ist die Trainerfrage offen. Beim 1. FC Köln ist noch nichts endgültig entschieden: Sportboss Thomas Kessler (40) möchte zwar mit Rene Wagner (37) in die neue Saison gehen, doch Fans und Teile der Gremien zweifeln trotz des Klassenerhalts. Bei Werder Bremen ist die Entscheidung nach dem Zitter-Klassenerhalt gefallen: Trainer Daniel Thioune (51) darf bleiben.
Union Berlin: Eichner als Top-Kandidat
Derzeit scheint Christian Eichner, der im Sommer beim Karlsruher SC aufhört, der Top-Kandidat bei Union zu sein. Der Ex-Profi der Badener wurde von Union bereits kurz nach dem Rauswurf von Steffen Baumgart im April kontaktiert. Mit einer Entscheidung in der Trainerfrage wird in der kommenden Woche gerechnet. Lustrinelli könnte jedoch noch dazwischenfunken und sich für einen der freien Posten empfehlen.



