BVB-Aus in Bergamo: Champions-League-Traum geplatzt nach schwachem Auftritt
BVB-Aus in Bergamo: Champions-League-Traum geplatzt

Frühes Aus für Borussia Dortmund in der Königsklasse

Borussia Dortmund hat sich nach einem enttäuschenden Auftritt frühzeitig aus der Champions League verabschiedet. Das Rückspiel in der Zwischenrunde gegen Atalanta Bergamo endete mit einer deutlichen 1:4-Niederlage, die das Aus des Bundesliga-Zweiten besiegelte. Nur drei Tage vor dem Bundesliga-Gipfel gegen Bayern München erlitt der BVB damit einen schweren sportlichen und finanziellen Rückschlag.

Elfmeter in der Nachspielzeit bringt Entscheidung

Entscheidend für das Ausscheiden war ein Elfmeter-Tor von Lazar Samardzic in der achten Minute der Nachspielzeit. Nach einer Überprüfung durch den Videobeweis entschied der Schiedsrichter auf Strafstoß und zeigte Dortmunds Ramy Bensebaini die Gelb-Rote Karte. Dieses frühe Aus im Europapokal war dem Verein zuvor nur im Dezember 1987 gegen den FC Brügge widerfahren, als nach einem 3:0 im Hinspiel ein 0:5 nach Verlängerung folgte.

In Bergamo sorgten bereits in der regulären Spielzeit Gianluca Scamacca in der fünften Minute, Davide Zappacosta kurz vor der Pause, Mario Pasalic in der 57. Minute und schließlich Samardzic für die Tore der Hausherren. Das einzige Dortmunder Tor erzielte Karim Adeyemi in der 75. Minute, was jedoch für eine Wende nicht ausreichte.

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Warnungen der Verantwortlichen verhallen ungehört

Obwohl der BVB aus dem Hinspiel einen Zwei-Tore-Vorsprung mitbrachte, hatten Trainer Niko Kovac und Sport-Geschäftsführer Lars Ricken eindringlich vor dem Tabellensiebten der Serie A gewarnt. „Das ist eine richtig gute Mannschaft. Wir müssen Gas geben und miteinander kämpfen“, betonte Kovac vor dem Anpfiff. Ricken appellierte an die Mannschaft, nicht in Passivität zu verfallen, sondern aktiv nach vorn zu spielen.

Von diesem Vorsatz war jedoch wenig zu sehen. Bereits nach fünf Minuten fiel das frühe Führungstor für Bergamo, als Gianluca Scamacca eine Hereingabe unbedrängt über die Linie drückte. Dortmund agierte viel zu brav, was durch die Abwesenheit der organisierten Ultra-Fans verstärkt wurde, die aufgrund behördlicher Maßnahmen fernblieben.

Defensive Schwächen und verpasste Chancen

Die Dortmunder Abwehr zeigte sich unsicher, was auch die Rückkehr von Kapitän Emre Can nicht ändern konnte. Der 32-Jährige, der zuletzt wegen Adduktorenproblemen pausierte, konnte der Defensive keine Stabilität verleihen. Torwart Gregor Kobel musste mehrfach eingreifen, konnte aber nicht alle Tore verhindern.

In der Offensive bot der BVB zu wenig Gefahr. Julian Brandt scheiterte in der ersten Halbzeit an Torwart Marco Carnesecchi, und Maximilian Beier verpasste in der zweiten Hälfte eine große Chance, als er völlig frei nur den Pfosten traf. Stürmer Serhou Guirassy kam kaum zum Zug und blieb weitgehend wirkungslos.

Trainer Niko Kovac kritisierte nach dem Spiel den fehlerhaften Auftritt seiner Mannschaft und bezeichnete die behördlichen Maßnahmen gegen die Fans als „unverhältnismäßig“ und zum Teil „willkürlich“. Mit dieser Niederlage steht der BVB nun unter Druck, sich im Bundesliga-Kampf gegen Bayern München zu behaupten.

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