BVB bestätigt offiziell: Verträge von Süle und Özcan werden nicht verlängert
Der Umbruch bei Borussia Dortmund geht weiter. Nachdem bereits in der vergangenen Woche bekannt wurde, dass der Vertrag von Julian Brandt nicht verlängert wird, trifft es nun zwei weitere Spieler. Wie der Verein in den sozialen Netzwerken offiziell mitteilte, werden die Verträge von Salih Özcan (28) und Niklas Süle (30) im Sommer auslaufen.
Radikaler Umbruch für die neue Saison
Damit setzt der BVB seine Radikalkur für die kommende Saison fort. Die Entscheidung kommt nicht völlig überraschend, denn bereits vor Wochen hatte die BILD über mögliche Vertragsauflösungen berichtet. Hinter den Kulissen hatte sich abgezeichnet, dass beide Spieler nicht mehr Teil der Zukunftsplanung sind.
Bei Niklas Süle spielten vor allem finanzielle Gründe eine entscheidende Rolle. Der Innenverteidiger ist mit einem Jahresgehalt von 14 Millionen Euro der Top-Verdiener im Verein. Allerdings passen Leistung und Gehalt schon seit längerer Zeit nicht mehr zusammen. Dazu kam eine hohe Verletzungsanfälligkeit, die Süle viele Spiele kostete. Nach vier Jahren endet damit das Süle-Kapitel beim BVB.
Özcan fand bereits im letzten Sommer keinen neuen Verein
Für Salih Özcan war die Trennung eigentlich schon im vergangenen Sommer beschlossene Sache. Damals fand der defensive Mittelfeldspieler jedoch keinen passenden neuen Arbeitgeber – bei einem Jahresgehalt von 5 Millionen Euro eine schwierige Ausgangslage. In dieser Saison wurde er kaum noch gebraucht: Trainer Niko Kovač strich ihn bereits im August aus dem Champions-League-Kader, anschließend saß der Ex-Kölner häufig auf der Tribüne. Auch für Özcan endet nach vier Jahren die Zeit in Dortmund.
Kostspielige Fehlinvestitionen mit Folgen
Die beiden Abgänge stellen sich als kostspielige Fehlinvestitionen heraus. Während ihrer Zeit beim BVB haben Süle und Özcan zusammen zwischen 80 und 90 Millionen Euro aus der Vereinskasse gezogen. Ein warnendes Beispiel für die Zukunft und die Verantwortlichen im Verein.
Ganz so spekulativ wird der kommende Transfer-Sommer allerdings nicht werden. Nach dem peinlichen Champions-League-Aus gegen Bergamo muss der BVB im schlimmsten Fall mit einem Konzern-Minus von 27 Millionen Euro rechnen. Daher wird der finanzielle Spielraum für Neuzugänge deutlich enger geschnallt werden müssen.
Die Personalentscheidungen zeigen, dass Sport-Boss Lars Ricken (49) und Trainer Niko Kovač (54) einen klaren Schnitt machen wollen. Der Umbruch beim BVB ist in vollem Gange, und weitere Veränderungen im Kader sind zu erwarten.



