BVB-Drama in Champions League: Schlotterbeck sieht Rot trotz Bankplatz
BVB-Drama: Schlotterbeck sieht Rot trotz Bankplatz

BVB erlebt bitteres Champions-League-Aus mit kurioser Roter Karte

Borussia Dortmund ist in den Playoffs der Champions League auf dramatische Weise gescheitert. Die Mannschaft von Trainer Edin Terzić gab einen komfortablen 2:0-Vorsprung aus dem Hinspiel aus der Hand und unterlag beim italienischen Vertreter Atalanta Bergamo mit 1:4 (0:2). Das Spiel entwickelte sich zu einem wahren Drama für die Schwarz-Gelben, das mit einer höchst ungewöhnlichen Szene an der Seitenlinie seinen Höhepunkt fand.

Vom sicheren Weiterkommen zum bitteren Aus

Nach der deutlichen Hinspielführung schien der Weg in die Gruppenphase der Königsklasse für den BVB eigentlich geebnet. Doch in Bergamo zeigte sich eine komplett andere Mannschaft. Die Italiener gingen bereits in der ersten Halbzeit mit 2:0 in Führung und drehten damit die Gesamtbilanz. Karim Adeyemi brachte die Dortmunder zwischenzeitlich mit seinem Treffer zum 1:3 wieder näher heran, was die Hoffnung auf eine Verlängerung nährte.

In der Nachspielzeit eskalierte die Situation dann vollends. Nach einem Fehler von Torhüter Gregor Kobel und einem folgenschweren Foulspiel von Ramy Bensebaini im eigenen Strafraum entschied Schiedsrichter José María Sánchez Martínez nach VAR-Einsatz auf Elfmeter für die Gastgeber. Bensebaini hatte seinen Gegenspieler Nikola Krstovic mit den Stollen am Kopf getroffen und sah dafür die Gelb-Rote Karte.

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Die kuriose Rote Karte für Schlotterbeck

Nur wenige Augenblicke nach dieser Entscheidung entwickelte sich eine Szene, die in dieser Form selten im Fußball zu beobachten ist. Der spanische Schiedsrichter erhielt einen Hinweis seines Assistenten und begab sich zur Auswechselbank von Borussia Dortmund. Dort zeigte er dem nicht eingesetzten Innenverteidiger Nico Schlotterbeck überraschend die Rote Karte.

Schlotterbeck, der nach einer verletzungsbedingten Pause mit dem Team nach Bergamo gereist war, aber nicht zum Einsatz gekommen war, reagierte zunächst völlig fassungslos. Wie Beobachter berichteten, hatte sich der 26-Jährige während des Spiels immer wieder lautstark an der Seitenlinie beschwert. Ob dabei beleidigende Worte gefallen sind, blieb zunächst ungeklärt.

„Ich konnte es zunächst nicht glauben“, soll Schlotterbeck später gegenüber Teamkollegen geäußert haben. „Ich stand ja nicht einmal auf dem Platz und plötzlich zeigt mir der Schiedsrichter Rot.“

Folgen für die kommende Saison

Die Konsequenzen dieser ungewöhnlichen Entscheidung sind für den BVB und Schlotterbeck erheblich. Der gebürtige Berliner wird mindestens den ersten Spieltag der kommenden Champions-League-Saison 2026/27 gesperrt verpassen, sollte sich sein Team für die Königsklasse qualifizieren. Diese Sperre trifft die Dortmunder Verteidigung zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt.

Das endgültige Aus besiegelte schließlich Lazar Samardzic mit seinem Treffer zum 4:1 für Atalanta Bergamo. Der ehemalige Bundesligaspieler sorgte damit für das überraschende Champions-League-Aus von Borussia Dortmund, das noch vor wenigen Tagen als klarer Favorit in die Playoffs gegangen war.

Die Niederlage wirft nun zahlreiche Fragen auf. Neben der sportlichen Enttäuschung muss der BVB auch die disziplinarischen Konsequenzen der Roten Karte für Schlotterbeck tragen. Vereinsintern wird man sich intensiv mit den Vorfällen an der Seitenlinie beschäftigen müssen, die zu dieser ungewöhnlichen Entscheidung des Schiedsrichters führten.

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