BVB-Transfer-Flop: Mislintat erklärt Immobile-Scheitern und verrät Mané-Alternative
BVB-Flop Immobile: Mislintat erklärt Scheitern und Mané-Alternative

BVB-Transfer-Flop: Mislintat erklärt Immobile-Scheitern und verrät Mané-Alternative

Beim Bundesligisten Borussia Dortmund sollte Ciro Immobile einst der würdige Nachfolger von Robert Lewandowski werden, doch der hochgelobte Transfer entwickelte sich zu einem spektakulären Misserfolg. Nun hat Sven Mislintat, der damalige Chefscout des BVB, detailliert erklärt, warum der italienische Stürmer in Dortmund scheiterte und enthüllt, dass beinahe ein anderer Weltstar den Weg an die Ruhr gefunden hätte.

Mislintats „Diamantauge“ lag beim Immobile-Transfer daneben

Sven Mislintat hatte sich bei Borussia Dortmund einen legendären Ruf als Talentspäher erarbeitet. Spieler wie Shinji Kagawa, Pierre-Emerick Aubameyang oder Ousmane Dembélé brachten ihm den Spitznamen „Diamantauge“ ein. Doch im Sommer 2014, nach dem Weggang von Robert Lewandowski zum FC Bayern München, sollte ausgerechnet eine als sicher geltende Verpflichtung zum großen Flop werden.

„Als wir 2014 Robert Lewandowski abgaben, sind wir bei der Suche nach dessen Ersatz das erste Mal einer anderen Verpflichtungsphilosophie gefolgt“, erklärte Mislintat, mittlerweile Sportvorstand bei Fortuna Düsseldorf, im Interview mit transfermarkt.de. „Wir haben mit Ciro Immobile den Torschützenkönig der Serie A gekauft und wollten damit auf Nummer Sicher gehen, die Tore von Lewandowski definitiv zu ersetzen.“

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„Das ist eigentlich unmöglich“: Mislintats Analyse des Scheiterns

Der Plan ging jedoch gründlich schief. Nach nur einer einzigen Saison bei Borussia Dortmund und mickrigen drei Ligatreffern verließ Immobile den Verein bereits wieder. „In Italien funktionierte er davor und danach sensationell – bei uns hat er gar nicht funktioniert. Das ist eigentlich unmöglich, wenn man ihn Tore schießen sieht“, wundert sich Mislintat noch heute über diese Entwicklung.

Seine Erkenntnis aus diesem Transfer-Desaster: „Man kann sich keine Sicherheit kaufen. Ich glaube, das ist die wichtigste Erkenntnis.“ Der damalige Torschützenkönig der Serie A passte einfach nicht ins System des BVB und konnte die enormen Erwartungen nicht erfüllen.

Die verpasste Chance: Sadio Mané stand auf der BVB-Liste

Noch interessanter ist Mislintats Enthüllung, dass Borussia Dortmund damals eine alternative Option hatte, die sich später als Weltklasse-Spieler entwickeln sollte. Neben dem Italiener Immobile stand nämlich auch der Name Sadio Mané auf der Transferliste des BVB.

Der Senegalese wechselte im gleichen Sommer 2014 von RB Salzburg zu Southampton in die Premier League, bevor er beim FC Liverpool zu einem der besten Flügelspieler der Welt avancierte. „Gemäß der bewährten Strategie hätten wir Sadio holen müssen“, räumte Mislintat ein. Statt des unbekannteren Flügelspielers aus Österreich entschied sich der BVB jedoch für den vermeintlich sicheren Torschützenkönig.

Immobiles Karriere nach dem BVB-Desaster

Ironischerweise entwickelte sich Ciro Immobile nach seinem kurzen, erfolglosen Intermezzo in Dortmund zu einer echten Vereinsikone. Nach einer kurzen Visite in Spanien beim FC Sevilla kehrte er 2016 nach Italien zurück, wo er für Lazio Rom über 160 Tore erzielte und zur absoluten Vereinslegende avancierte.

Es folgten jeweils noch kurze Aufenthalte bei Besiktas Istanbul und dem FC Bologna. Mit insgesamt 201 Toren steht Immobile mittlerweile auf Platz acht der erfolgreichsten Torjäger in der Geschichte der Serie A. Seit Februar 2026 kickt der inzwischen 36-jährige Stürmer in Frankreich beim Paris FC und setzt seine beeindruckende Karriere fort.

Die Geschichte des Immobile-Transfers bleibt damit eine der kuriosesten und lehrreichsten Episoden in der jüngeren Transfergeschichte des Borussia Dortmund. Sie zeigt, dass selbst erfahrene Scouts wie Sven Mislintat mit ihrem „Diamantauge“ danebenliegen können und dass vermeintliche Sicherheiten im Profifußball oft trügerisch sind.

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