BVB-Frauen landen Sensations-Coup: Top-Manager Ralf Kellermann wechselt von Wolfsburg nach Dortmund
Das ist ein echter Paukenschlag im deutschen Frauenfußball! Borussia Dortmund hat mit der Verpflichtung von Ralf Kellermann einen spektakulären Coup gelandet. Der 57-jährige Erfolgsmanager, der den VfL Wolfsburg über Jahre zur dominierenden Kraft im Frauenfußball formte, wechselt im Sommer zum BVB und unterschreibt einen Dreijahresvertrag.
Ambitioniertes Projekt trotz Regionalliga
Die Dortmunderinnen spielen aktuell noch in der drittklassigen Regionalliga West und sind damit einige Schritte von der Bundesliga entfernt. Seit der Gründung der Frauenabteilung im Jahr 2021 arbeitet sich der BVB durch die unteren Ligen nach oben. Der Aufstieg in dieser Saison gestaltet sich allerdings schwierig, da das Team mit einem Spiel weniger sechs Punkte hinter dem Spitzenreiter 1. FC Köln II liegt.
Dennoch setzt der BVB mit der Verpflichtung Kellermanns ein weiteres starkes Zeichen für seine Ambitionen im Frauenfußball. Bereits zuvor hatte der Verein mit der Verpflichtung des langjährigen Bundesliga-Trainers Markus Högner und einiger ehemaliger Erstliga-Spielerinnen aufgerüstet. Zudem wurde mit dem Bau eines eigenen Trainingszentrums begonnen.
Erfolgsmanager mit beeindruckender Bilanz
Ralf Kellermann hat den deutschen Vereins-Frauenfußball maßgeblich geprägt. Zunächst als Trainer, dann als Sportlicher Leiter führte er den VfL Wolfsburg zu einer beeindruckenden Titelsammlung: 20 Titel in den vergangenen 13 Jahren, darunter zwei Champions-League-Siege (2013 und 2014), sieben deutsche Meisterschaften und elf DFB-Pokalsiege.
Seine größte Stärke ist das umfangreiche Netzwerk, mit dem er immer wieder schlagkräftige Kader zusammenstellte. Unter seiner Ägide verpflichtete Wolfsburg Stars wie Alexandra Popp, Almuth Schult, Nadine Keßler, Pernille Harder, Nilla Fischer, Lena Goeßling, Caroline Hansen, Ewa Pajor, Jule Brand und Lena Oberdorf.
Strukturelle Professionalisierung als Aufgabe
Aber Kellermann setzte nicht nur auf dem Platz Maßstäbe. Strukturell professionalisierte er den Frauenfußball in Wolfsburg nachhaltig:
- Vergrößerung und Professionalisierung der Trainerstäbe
- Ausbau der Trainingsplätze und -infrastruktur
- Verbesserung der Standards bei Auswärtsreisen
- Optimierung der medizinischen Versorgung
Diese Erfahrungen wird der gebürtige Duisburger nun in den Aufbau der Dortmunder Frauenabteilung einbringen. Die BVB-Geschäftsführer Carsten Cramer und Svenja Schlenker haben mit dem Kellermann-Deal deutlich gemacht, dass sie den Frauenfußball ernst nehmen und langfristig auf Bundesliga-Niveau bringen wollen.
Dass sich ein Manager von Kellermanns Kaliber trotz der aktuellen Regionalliga-Zugehörigkeit für Borussia Dortmund entschieden hat, unterstreicht das Potenzial, das dem Projekt in Dortmund zugeschrieben wird. Der Weg zur Bundesliga mag noch einige Stationen umfassen, aber mit Kellermann an Bord hat der BVB einen der erfahrensten und erfolgreichsten Köpfe des deutschen Frauenfußballs gewonnen.



