BVB äußert Unverständnis über polizeiliche Maßnahmen in Italien
Borussia Dortmund hat die polizeilichen Maßnahmen gegen Fans aus der Ultra-Szene vor dem Playoff-Rückspiel in der Champions League bei Atalanta Bergamo als „unverhältnismäßig“ kritisiert. Der Verein zeigte sich überrascht von der Reichweite und Dimension der ergriffenen Schritte, obwohl er die sicherheitsorientierte Risikobewertung eines Fußballspiels grundsätzlich nachvollziehen kann.
Ausreiseverweigerungen und Kontrollen in Unterkünften
Der BVB erhielt Kenntnis davon, dass einigen BVB-Fans die Ausreise nach Italien verweigert wurde. Andere Anhänger des Tabellenzweiten der Fußball-Bundesliga wurden in ihren italienischen Unterkünften von der Polizei aufgesucht. Daraufhin entschied sich die aktive Fanszene der Dortmunder, dem Champions-League-Duell am Mittwochabend fernzubleiben.
„In dieser Form und Intensität hat es derartige Maßnahmen im Zusammenhang mit internationalen Auswärtsspielen von Borussia Dortmund bislang nicht gegeben“, betonte der Verein. Detailliertere Hintergründe zu den stattgefundenen Maßnahmen seien dem Club derzeit nicht bekannt, und man sei im Vorfeld auch nicht informiert worden.
BVB fordert Aufklärung über Rechtsgrundlage
Der Verein versucht nun, nähere Informationen zu den Hintergründen und zur Rechtsgrundlage der Maßnahmen zu erhalten, die für den Club in keiner Weise nachvollziehbar sind. Der BVB bedauert ausdrücklich, dass ein Teil seiner Fans das Auswärtsspiel in Bergamo durch dieses zweifelhafte Verhalten der Behörden nicht im Stadion verfolgen kann.
Die Situation wirft Fragen zur Koordination zwischen deutschen und italienischen Sicherheitsbehörden auf und zeigt, wie polizeiliche Maßnahmen die Fan-Kultur im europäischen Spitzenfußball beeinflussen können.



