BVB trotz Champions-League-Aus wirtschaftlich stabil
Trotz des frühen Ausscheidens aus der Champions League und der damit verbundenen entgangenen Einnahmen ist Borussia Dortmund nach Angaben von Sport-Geschäftsführer Lars Ricken nicht auf den Verkauf von Spielern angewiesen. In einem Interview mit der Funke Mediengruppe betonte Ricken, dass der Verein in den vergangenen Jahren seriös und verantwortungsvoll gearbeitet habe, sodass die wirtschaftliche Stabilität nicht gefährdet sei.
Pläne für Verstärkungen bleiben bestehen
Stattdessen bleibe es das Ziel des BVB, sich weiter zu verbessern und auf dem Transfermarkt aktiv zu werden. Ricken nannte als konkretes Ziel die Verpflichtung eines starken Flügelspielers, der sich im Eins-gegen-Eins durchsetzen könne. Zudem wolle der Verein erneut unter Beweis stellen, dass er Talente zu Weltklassespielern entwickeln könne.
„Gleichzeitig brauchen wir für die Entwicklung dieser Talente einen resilienten Mannschaftskern. Spieler, die vorangehen, die in ihrem Peak sind und die ihr Leistungspotenzial konstant abrufen“, sagte Ricken. Er betonte, dass Trainer Niko Kovac diesen Weg mitgehe und man an den Schrauben drehen müsse, um auch die Bayern München wieder zu schlagen.
Analyse der enttäuschenden Saison
Nach der 2:3-Niederlage gegen Bayern München beträgt der Rückstand auf den Rekordmeister elf Punkte, womit das Titelrennen zehn Spieltage vor Saisonende praktisch entschieden scheint. Das klare Ziel des BVB ist nun der zweite Platz und die Qualifikation für die Champions League.
Das Ausscheiden in den Playoffs der Champions League gegen Atalanta Bergamo und im DFB-Pokal im Achtelfinale gegen Bayer Leverkusen werde die Analyse der Saison prägen. Ricken bezeichnete die Niederlage gegen Leverkusen, das in der Bundesliga neun Punkte hinter Dortmund stehe, als „große Enttäuschung“.
In der Champions League sei man „nicht gegen ein europäisches Schwergewicht ausgeschieden“, so Ricken. „Da waren wir in dieser Saison einfach zu leicht.“ Diese Schwäche habe mit Qualität, Erfahrung und Führung innerhalb des Teams zu tun, betonte der 49-Jährige. Während die Bundesliga gezeigt habe, dass der BVB über diese Eigenschaften verfüge, sei dies in der Champions League nicht der Fall gewesen – Fragen, auf die Antworten gefunden werden müssten.



