BVB patzt in Sinsheim: Bayern kann Meisterschaft am Sonntag perfekt machen
BVB patzt in Sinsheim: Bayern vor Meisterschaft

BVB patzt in Sinsheim: Bayern kann Meisterschaft am Sonntag perfekt machen

Borussia Dortmund hat in der Fußball-Bundesliga einen schwachen Auftritt hingelegt und die Meistertür für den FC Bayern weit geöffnet. Am 30. Spieltag verlor der einzig verbliebene Titelrivale der Münchner in letzter Minute mit 1:2 bei der TSG Hoffenheim. Andrej Kramaric sorgte mit zwei verwandelten Handelfmetern nach Videobeweis für die Entscheidung zugunsten der Gastgeber.

Bayern vor historischem Meistertitel

Die Bayern können damit am Sonntag im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart schon mit einem Unentschieden die 35. Meisterschaft der Vereinsgeschichte perfekt machen. Für die TSG-Treffer sorgte Kramaric in der 42. und in der 90. Minute vor 30.150 Zuschauern. Der eingewechselte Stürmer Serhou Guirassy erzielte zwischenzeitlich für den BVB das 1:1.

Süle verursacht Elfmeter und muss verletzt raus

Den zuvor in vier Spielen sieglosen Hoffenheimern wäre fast ein Traumstart gelungen. Nach gerade mal 16 Sekunden schoss Fisnik Asllani aus spitzem Winkel wuchtig aufs Tor, Niklas Süle klärte grätschend zur Ecke. Der 30 Jahre alte Abwehrmann stand nach über zwei Monaten mal wieder in der BVB-Startelf und wurde trotz solider Leistung zur tragischen Figur.

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Bei einem Hoffenheimer Angriff kurz vor der Pause blieb Süle im Rasen hängen, stürzte und verletzte sich dabei offenbar am Knie. Pech für ihn und seinen BVB war auch, dass der fallende Verteidiger den Ball nach einem Kramaric-Schuss im Strafraum noch an den Arm bekam. Schiedsrichter Daniel Siebert entschied nach Videobeweis auf Handelfmeter, den Kramaric rechts halbhoch verwandelte.

Kramaric beendet Torflaute und setzt Schlusspunkt

Es war das elfte Saisontor des kroatischen Offensivstars, der in den vorherigen sechs Partien nicht getroffen hatte. Die Pausenführung ging in Ordnung, weil die hoch pressenden Gastgeber mehr Spielanteile und Chancen hatten als die auf Konter lauernden Dortmunder. Tim Lemperle traf in der Anfangsphase die Latte, eine Kramaric-Direktabnahme parierte BVB-Torwart Gregor Kobel.

Von den mit viel Fan-Unterstützung angereisten Gästen kam wenig. Maximilian Beiers Versuch per Kopf war die einzige halbwegs brauchbare Möglichkeit in Hälfte eins, in der die Dortmunder lediglich zwei Torschüsse abgaben, die Hoffenheimer deren zehn. BVB-Coach Niko Kovac verzichtete zunächst dennoch auf personelle Veränderungen.

Guirassy kommt nach einer Stunde und BVB-Talent debütiert

Einzig Rami Bensebaini kam nach Süles Aus in die Partie, er rückte in der defensiven Dreierkette auf links. Waldemar Anton übernahm den Süle-Part auf rechts, Kapitän Nico Schlotterbeck rotierte ins Zentrum. Aus der Pause kamen die Dortmunder etwas schwungvoller, blieben offensiv aber harmlos. Kovac reagierte nun doch, nach einer Stunde Spielzeit durfte in Guirassy der torgefährlichste BVB-Stürmer für Fábio Silva ran.

Später kamen noch der 18 Jahre alte Samuele Inacio und der erst 16-jährige Mathis Albert, der sein Bundesligadebüt gab, für die enttäuschenden Marcel Sabitzer und Daniel Svensson. Letzterer hatte zuvor eine Topchance vergeben, als er von Ozan Kabak im letzten Moment stark geblockt wurde.

Dortmund trödelt der Vizemeisterschaft entgegen

Je näher es Richtung Ende ging, desto stärker drückte der BVB auf den Ausgleich, allerdings fehlten den Schwarz-Gelben gegen defensiv disziplinierte Hoffenheimer die Ideen. Den einen besonderen Moment hatte dann Guirassy, der aus 17 Metern flach ins linke untere Eck zu seinem 14. Saisontor vollendete. Nationaltorwart Oliver Baumann war machtlos.

Den Schlusspunkt setzte Kramaric, nachdem Julian Ryerson den Ball mit der Hand minimal berührt und Siebert erneut nach Videobeweis auf Elfmeter entschieden hatte. Während Dortmund der Vizemeisterschaft entgegen trudelt, sind die Kraichgauer, die nun bei 54 Punkten stehen, wieder voll dabei im Rennen um einen Champions-League-Platz.

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