Dramatischer Nachspielzeit-Ausgleich: BVB rettet Serie in Leipzig
Die Super-Serie bleibt intakt, doch die Bayern-Jagd ist vorerst abgeblasen: Borussia Dortmund hat im Top-Spiel der Fußball-Bundesliga bei RB Leipzig in der fünften Minute der Nachspielzeit ein 2:2 (0:2) gerettet und damit die beeindruckende Serie von ungeschlagenen Spielen auf 16 Partien ausgebaut.
Baumgartner avanciert zum Leipziger Helden
Vor 47.800 begeisterten Fans in der Red Bull Arena entwickelte sich Christoph Baumgartner in der ersten Halbzeit zum entscheidenden Mann für die Sachsen. Der österreichische Nationalspieler und Top-Scorer von RB Leipzig schloss in der 20. und 39. Minute zwei nahezu identische Spielzüge über die linke Seite erfolgreich ab und sorgte damit für eine hochverdiente Halbzeitführung seiner Mannschaft.
„Wir haben Energie auf den Platz gebracht und zwei sehr schöne Tore gemacht“, kommentierte der verletzte Leipziger Kapitän Peter Gulacsi die starke erste Halbzeit seiner Mannschaft. Die Tore entstanden beide nach präzisen Diagonalbällen, die Yan Diomande und später David Raum perfekt in Szene setzten.
Eigentor bringt Dortmund zurück ins Spiel
Nach der Pause kam der BVB überraschend schnell zurück ins Spiel – allerdings mit ungewollter Hilfe der Leipziger Abwehr. Nach einer Ecke von Julian Ryerson verlängerte Willi Orban unfreiwillig, und Romulo konnte sein folgendes Kopfball-Eigentor in der 50. Minute nicht verhindern.
Doch dieses Tor entwickelte sich nicht zur erhofften Initialzündung für die Borussen. Trotz etwas engagierterem Offensivspiel blieben klare Torchancen lange Zeit aus. Stattdessen hatte Ridle Baku in der 73. Minute sogar die Gelegenheit zum dritten Leipziger Treffer, scheiterte jedoch am zu spitzen Winkel.
Silva sorgt für späten Ausgleich
Als bereits alles nach einem verdienten Heimsieg für RB Leipzig aussah, schickte der BVB in der Nachspielzeit Karim Adeyemi steil. Der deutsche Nationalspieler war schneller als Castello Lukeba, legte den Ball flach quer – und Fabio Silva vollendete am zweiten Pfosten mühelos zum 2:2-Endstand.
Damit bleibt Borussia Dortmund so etwas wie der Aufbaugegner der Leipziger. Das Remis war bereits das sechste Heimspiel der Sachsen gegen den BVB ohne Niederlage, nachdem es zuvor fünf Siege in Folge gegeben hatte. Zudem bleibt Niko Kovač im Trainer-Duell mit Ole Werner weiterhin ohne Sieg.
Tabellensituation und europäischer Vergleich
Durch den geretteten Punkt liegt der BVB nun acht Zähler hinter dem Tabellenführer aus München. Immerhin baute die Borussia ihre beeindruckende Serie von ungeschlagenen Spielen auf 16 aus. Europaweit sind derzeit nur drei Mannschaften besser unterwegs: der AC Mailand, Fenerbahce Istanbul und Slavia Prag.
RB Leipzig bleibt nach diesem Spiel Fünfter in der Bundesliga-Tabelle. Die Mannschaft von Trainer Ole Werner zeigte nach den zuletzt unterdurchschnittlichen Leistungen eine deutliche Steigerung, musste sich am Ende aber mit einem Punkt begnügen.
BVB-Coach Niko Kovač hatte im Vergleich zum souveränen Champions-League-Auftritt gegen Atalanta Bergamo nur eine Veränderung vorgenommen: Anstelle von Julian Brandt agierte der Ex-Leipziger Marcel Sabitzer im offensiven Mittelfeld. In der Abwehr musste Dortmund zudem auf die verletzten Nico Schlotterbeck, Emre Can und Niklas Süle verzichten.



