BVB-Star Fabio Silva feiert Erlösung: Ausgleichstreffer beendet lange Durststrecke
BVB-Star Silva beendet Durststrecke mit Ausgleichstreffer

Eine persönliche Erlösung für den BVB-Star

Borussia Dortmund hat im Topspiel gegen RB Leipzig erneut Punkte im Titelrennen mit dem FC Bayern München verloren. Doch nach dem Abpfiff überwog beim BVB ein ganz anderes Gefühl: riesiger Jubel und kollektive Erleichterung. Grund dafür war das langersehnte Erfolgserlebnis von Stürmer Fabio Silva, der mit seinem Ausgleichstreffer eine quälende Durststrecke beendete.

Die Explosion der Emotionen

Nach etwas mehr als 94 gespielten Minuten brachen bei Fabio Silva alle Dämme. Der portugiesische Angreifer rettete dem BVB mit seinem Treffer zum 2:2 einen Punkt in Leipzig – und ließ dabei alle Emotionen raus. Sein Jubel war eine Explosion der Gefühle: Sprint zur Eckfahne, Drehung, zurück zu Vorlagengeber Karim Adeyemi, Brust-an-Brust-Sprung und erneut zurück zur Fahne. Pure Emotion, pure Erlösung.

Die Mitspieler flippten mit aus, denn auch sie wussten genau: Für den Portugiesen endete damit eine extrem lange Durststrecke. Im 17. Anlauf in der Bundesliga klappte endlich das, was dem Sommer-Neuzugang zuvor verwehrt geblieben war: ein eigener Treffer in der deutschen Liga.

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Der lange Weg zum Erfolg

Bis zu diesem Moment hatte Silva in der Bundesliga zwar fünf Vorlagen beigesteuert, viel Einsatz gezeigt und viel Lob erhalten – aber eben kein Tor erzielt. Lediglich in der Champions League war ihm bereits ein Treffer gelungen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten ließ ihn Trainer Niko Kovac zunächst häufig draußen und brachte ihn meist nur für wenige Minuten in der Schlussphase ein.

Doch Silvas unbändiger Fleiß zahlte sich aus. Im weiteren Saisonverlauf bekam er deutlich mehr Spielzeit und Mitte Januar durfte er sogar dreimal in Folge von Beginn an ran – wobei er den Vorzug vor dem damals formschwachen Serhou Guirassy erhielt.

Besondere Geste des Konkurrenten

Die Formkrise des Guineers Guirassy ist inzwischen allerdings passé: fünf Tore in den letzten vier Ligaspielen sprechen eine deutliche Sprache. Silva rückte dadurch wieder auf die Bank zurück. Umso bemerkenswerter war deshalb, was sich nach dem Abpfiff abspielte.

Selbst Guirassy herzte seinen Konkurrenten ausgiebig. Kein Konkurrenzdenken, kein Neid – die beiden verstehen sich prächtig und gönnen sich gegenseitig jeden Erfolg. Jeder Mitspieler wusste sofort, bei wem er sich bedanken musste, dass es keine zweite Liga-Niederlage gab. Auch deshalb schickten sie Silva bei der Feier mit den Fans demonstrativ vorweg.

Die größere Freude

Die Freude war sogar so groß, dass das Team bei Silvas Ausgleichstreffer lieber mit dem in der Mannschaft sehr beliebten Stürmer jubelte, statt den Ball schnell aus dem Netz zu holen und auf den nächsten Angriff zu drängen. Denn durch das Remis sind die Bayern München mittlerweile auf acht Punkte davongezogen.

Doch daran dachte in diesem emotionalen Moment offenbar niemand. Der Fokus lag einzig und allein auf dieser persönlichen Erlösung für Fabio Silva. Auch wenn die vagen Meisterschaftsträume damit wohl endgültig begraben sein dürften – wer will es den Dortmundern verdenken? Die leidvolle Durststrecke von Silva ist vorbei, und das fühlt sich beim BVB gerade größer an als der Blick Richtung München.

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