Strittige Elfmeter-Entscheidung: BVB-Wut auf Schiedsrichter Brand nach Adeyemi-Szene
BVB-Wut auf Schiri Brand nach strittiger Adeyemi-Szene

Strittige Elfmeter-Entscheidung entfacht BVB-Wut auf Schiedsrichter Brand

Es war der absolute Aufreger des Bundesliga-Spiels zwischen Borussia Dortmund und RB Leipzig. In der 89. Minute kam BVB-Stürmer Karim Adeyemi (24) im Strafraum nach einem Kontakt mit Leipziger Abwehrspieler Castello Lukeba (23) zu Fall. Für die Dortmunder Verantwortlichen war die Sache glasklar: Elfmeter! Doch Schiedsrichter Benjamin Brand sah dies nach Rücksprache mit der Video-Assistenten-Zentrale in Köln anders und verweigerte den Strafstoß.

BVB-Verantwortliche zeigen sich fassungslos

Die Entscheidung löste beim BVB blankes Unverständnis aus. Abwehrchef Waldemar Anton kommentierte scharf: „Das war zu 100 Prozent ein Elfmeter. Der Leipziger Spieler will den Ball wegschlagen und trifft ausschließlich den Fuß von Karim. Diese Entscheidung hätte das Spiel und vielleicht sogar die kommenden Wochen verändern können.“

Anton verwies dabei auf vergangene Diskussionen: „Bei früheren Spielen haben die Schiedsrichter beim FC Bayern betont, dass Spieler nicht grundlos fallen – und Karim macht das ebenfalls nicht. Er will einfach nur Tore erzielen.“

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Adeyemi unter besonderer Beobachtung

Ein zentrales Problem: Adeyemi steht bei den Bundesliga-Schiedsrichtern unter besonderer Beobachtung. Da der schnelle Stürmer häufig zu Fall geht, laufen viele Entscheidungen tendenziell gegen ihn. Sportdirektor Sebastian Kehl (45) räumte ein: „Möglicherweise gab es in der Vergangenheit Situationen, in denen sich Karim nicht optimal verhalten hat. Doch heute hat er aus meiner Sicht alles richtig gemacht.“

Kehl betonte weiter: „Für mich war das ein klarer Elfmeter. Natürlich stellt Karim seinen Fuß in den Zweikampf, aber so agiert nun einmal ein Stürmer. Der Video-Assistent hätte hier unbedingt eingreifen müssen.“

Schiedsrichter Brand bleibt stumm

Schiedsrichter Benjamin Brand selbst äußerte sich nicht öffentlich zu der umstrittenen Szene. Allerdings kam es zu einem Gespräch mit Sportdirektor Kehl. Dieser ließ durchblicken: „Man muss nicht immer einer Meinung sein, aber die Details unseres Gesprächs möchte ich lieber für mich behalten.“ Die Formulierung deutet darauf hin, dass die Unterhaltung nicht harmonisch verlief.

Spätglück für den BVB

Trotz der umstrittenen Entscheidung gelang Dortmund in der Nachspielzeit noch der Ausgleich durch Fabio Silva nach Vorarbeit von Adeyemi. Es hätte sogar noch besser kommen können: In den letzten Sekunden verpasste Julian Brandt das entscheidende Abspiel auf Adeyemi, wodurch ein möglicher Sieg vergeben wurde. An der Empörung über die verweigerte Elfmeter-Entscheidung ändert dieser späte Treffer jedoch nichts.

Die Diskussion um die Schiedsrichterleistung und die Behandlung von Karim Adeyemi wird den BVB auch in den kommenden Tagen beschäftigen. Die Frage bleibt: Hätte der Video-Assistent in dieser Schlüsselszene nicht deutlicher eingreifen müssen?

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